Wir haben mit Euch gemeinsam die letzten 14 Jahre eine #BusinessSisterhood aufgebaut. Nun können wir beweisen, wie tragfähig unsere Beziehungen tatsächlich sind und wie gut wir uns auch in schlechten Zeiten unterstützen können.

In guten Zeiten beieinander stehen und Cüpli trinken ist easy. Aber in schweren Zeiten sich stützen, sich selbst zurücknehmen zum Wohle anderer, das ist das, was es jetzt in Zeiten von Corona dringend braucht.

Was ich ehrlich gesagt übel finde:

– Die zahlreichen unreflektierten Posts auf den sozialen Medien, wo jeder plötzlich zum Experten mutiert. Nicht jeder muss ein leeres Regal posten! Nicht jeder muss seine Meinung Kund tun. Auch hier wäre es angebracht, wir würden uns alle und da nehme ich mich nicht aus, ein bisschen zurück nehmen, tief durch atmen und dann überlegen, was wir in die Welt hinaus schreien und was nicht.

– Werbung für irgendwelche Kurse, Leistungen oder Angebote, die mir jetzt angepriesen werden und die die Not und Angst der Menschen ausnutzt.

– Der unbedachte Umgang vieler Medien mit dieser Krise, wo die Schlagzeilen reisserisch sind wie eh und je und nur dazu führen, dass die Bevölkerung verunsichert wird. Nicht jeder hat einen Doktortitel und kann verstehen, was zurzeit nötig ist. Ich spreche hier NICHT davon, dass ich die Situation verharmlose. Und ich bin mir bewusst, dass der Grat zwischen „dringlicher Information“ und „Panikmache“ sehr, sehr schmal ist. Dennoch: die Medien spielen aktuell eine extrem grosse Rolle, wie sich die Bevölkerung verhält und legt somit die Grundlage auch für die Zeit „nach“ Corona (wann immer das sein wird).  Eigentlich müssten sich die Medienhäuser, Influencer und Journalistinnen und Journalisten zusammen tun, um gemeinsam ein gemässigtes, koordiniertes Vorgehen in der Kommunikation zu finden. Nicht jeder neue Fall muss eine eigene Schlagzeile sein. Es macht auch keinen Sinn eine Schlagzeile wie „Es gibt keine Versorgungsengpässe“ mit einem Bild von leeren Regalen zu illustrieren! Die Auswahl der Bilder sollte ebenso bedacht gewählt werden. Nun höre ich als Gegenargument: „Wir (die Journalisten) haben keine Zeit!“ Oder: „Wir liefern Euch (der Bevölkerung) nur was ihr wollt!“. Das ist eine sehr egozentrische Sicht. Und: Das ist eine sehr kurzfristige Denkweise. Wir Verlegerinnen und Verleger müssen besser heute als morgen gemeinsam agieren und Leadership beweisen. Verantwortung übernehmen. Auflagenzahlen und Klickzahlen zurück stellen. Denn sonst säbeln wir am eigenen Stuhl. Die Medien haben in solchen Zeiten eine Rolle, die man verantwortungsvoll wahrnehmen muss. Denn was geschieht, wenn wir Medienvertreter und sogenannte Influencer uns eines schönen Tages anhorchen müssen, dass wir mitschuld an der Panik in der Bevölkerung und der grössten wirtschaftlichen Krise unserer Zeit waren? Was geschieht wenn Panik ausbricht? Wer kann diese Menschenmassen dann noch kontrollieren…?

Deshalb plädiere ich für einen gemässigten Umgang mit Schlagzeilen und neuen Statistiken. Wie erwähnt: der Grat ist schmal. Aber besondere Zeiten bedürfen besonderen Aktionen. The time is now.

Was ich mir wünsche:

– Solidarität untereinander und Generationen übergreifend, so wie es vielerorts bereits in grossartiger Manier gemacht wird.

– Handeln statt Reden und Verzicht statt alles auf den sozialen Medien stolz zu posten.

– Sich mal einen Moment zurück nehmen und das Wohl Vieler in den Vordergrund stellen.

– Gemeinsam und grenzüberschreitend neue Businessmodelle und Lösungen entwickeln für die Zeit, die danach kommt und die ohnehin schwer sein wird für die meisten von uns.

– Das wir uns in Think Tanks Gedanken machen, was der Virus als Folge mit uns als Gesellschaft anstellt, denn ich befürchte einen tiefgreifenden Vertrauensverlust. Das was in Krisenzeiten zerbrochen wird – emotional, sozial, wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch – dürfte uns viele Jahre beschäftigen, um es  halbwegs zu kitten.

– Das wir andere Dinge nicht aus den Augen verlieren. Wie die Flüchtlingskrise. Wie Kriege und Vertreibung. Es gibt Dinge, die trotz Corona geschehen wo die Welt aktuell weg blickt, sich abschottet und sich nur mit sich selbst beschäftigt. Das ist verständlich und auch wichtig, um eine Ausbreitung zu verlangsamen, aber es macht mich nachdenklich wenn ich sehe, wie sich das „vereinte Europa“ in einer Krisenzeit verhält, wo Leadership dringend gefragt wäre.

Ladies Drive & die League of Leading Ladies ist für Euch da.

No matter what.

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