Wer eine gute Geschäftsidee hat, jedoch das Kapital für die Umsetzung nicht alleine aufbringen kann, muss Investoren suchen. Der Weg zu den Investoren führt in der Regel über den Businessplan. Die einen erachten ihn als lästige Übung, welche es irgendwie zu bewältigen gilt. Andere hingegen machen den Businessplan zu ihrer „Lebensaufgabe“ und gehen so sehr ins Detail, dass sie das Werk nie beenden. Hier drei typische Fehler, die es auf alle Fälle zu vermeiden gilt.

Schlecht fokussierte Geschäftsidee

In ihrer Begeisterung fokussieren Gründerinnen oft zu sehr auf die technischen Aspekte ihrer Idee und vergessen dabei, dass irgendwer das Produkt nützlich finden und kaufen sollte. Zudem verfolgen sie häufig zu viele Geschäftsmodelle gleichzeitig, um ihre Optionen offen zu halten. Zielführender wäre es, von Anfang an Kundschaft und Märkte klar zu definieren – dies unter anderem auch deshalb, weil nur so eine präzise Finanzplanung möglich ist. Diese aber ist zentral für potentielle Investoren.

Unrealistische Prognosen

Weil sie ihre Idee überzeugend präsentieren und die Chancen auf finanzielle Unterstützung erhöhen wollen, treffen Gründerinnen häufig viel zu optimistische Annahmen über den Kapitalbedarf und das Wachstum ihres Unternehmens. Investoren jedoch interpretieren diese Bemühungen anders als gewünscht: Sie sehen unrealistische Annahmen als Beleg dafür, dass das Gründungsteam seine Zahlen nicht im Griff hat und daher möglicherweise ein Risiko darstellt.

Alleingang

Der Erfolg von Start-ups hängt nicht nur von der Geschäftsidee ab, sondern vor allem von deren Umsetzung. Diese aber erfordert eine ganze Palette von Fähigkeiten. Eine Gründerin allein bringt diese nur selten mit – daher schauen potentielle Investoren auch auf das Team hinter der Gründerin sowie auf allfällige Beiräte oder Berater. Im Zentrum der Beurteilung des Teams stehen Managementerfolg und Qualifikation sowie Beispiele für frühere, gelungene Kooperationen.

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Prof. Dr. Petra Joerg, CEO

Rochester-Bern Executive Programs

www.rochester-bern.ch


Text: Prof. Dr. Petra Joerg

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