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WIESMANN ROADSTER

EIN TAGEBUCH DER AUFMERKSAMKEITENld_no03_pdfteaser_02
Text: Sandra-Stella Triebl

Gibt es eigentlich eine Steigerung von „auffallen“? – In Aufruhr versetzen vielleicht. Unsere Erfahrungen mit dem Wiesmann-Roadster stellen alles bisher Dagewesene in den Schatten. Wer ein Manko an Zuwendung hat, erreicht sie spielend mit diesem Gefährt aus einer kleinen, aber feinen Autobauer-Manufaktur im deutschen Dülmen. Ein Tagebuch der Aufmerksamkeiten.

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1. Kapitel: Der Wiesmann und meine Mitmenschen

Mein Weg führt mich vom Autohaus Dähler bei Bern Belp zuerst ins 60 Minuten entfernte Aarau. Vor einer Ampel warte ich geduldig und schaue mich ein bisschen um. Gleich neben der Strasse sitzen die Tätowierer von Orlando’s Tattoo Studio auf einer Bank. Die beiden jungen Männer schärfen den Blick, recken die Hälse und nach wenigen Sekunden stehen sie auch schon auf dem Gehsteig. „Was ist denn das?“, fragt der eine mit gellender Stimme, um die Motorengeräusche zu übertönen. „Ein Wiesmann“, antworte ich. „Ein was?“, brüllt der andere. „Ein Wiesmann!“, schreie ich zurück.
Oh, das fängt ja gut an, denk ich mir.
In der Aarauer Altstadt angelangt, scharen sich sogleich einige Touristen um den Roadster und vergessen dabei glatt, dass sie ja eigentlich die schöne Kirche von 1471 fotografieren wollten.

2. Kapitel: Der Wiesmann und die Autobahn
Ich atme auf, als ich Aarau Richtung Autobahn A1 verlassen kann. Auf der 6-spurigen Nationalstrasse werden wir ja wohl nicht so sehr auffallen, denke ich mir. Kurz vor Winterthur doch das Unerwartete: ein Stau mitten am Nachmittag. Die Sonne brennt. Ich suche die Klimaanlage. Vergeblich. So lenke ich mich damit ab, mir das Interieur etwas anzusehen. Die Instrumente des kleinen Rennboliden sind konsequent auf den Fahrer ausgerichtet. Der Beifahrer dient hier lediglich zur Dekoration. Ich suche den Airbag. Doch nach einem prüfenden Blick scheint es mir unrealistisch, dass sich hinter diesem kleinen, sportlichen, mit wunderschön zartemm schokoladenbraunem Leder überzogenen Lenkrad respektive dem silberfarbenen Gecko noch ein Airbag befinden soll. Okay, die Suche geht weiter, diesmal nach dem Schminkspiegel. Fehlanzeige. Na gut! Ich bin ja schliesslich schön genug, das muss reichen, sag ich mir. Der Verkehr fliesst nur zäh und die Sonne brutzelt ganz schön auf uns herunter. Also, Fenster runter. Doch wo man sonst ein Schalterchen in der Türverkleidung findet, ist hier eine Fensterkurbel angebracht. Wir befinden uns eben in einem Sportwagen, schiesst es mir durch den Kopf. Und kurble.

3. Kapitel: Der Wiesmann und die Fussgänger
So sehr man es geniesst, ein derart ungeschminktes Fahrverhalten zu erleben, so sehr muss man sich auch auf plötzlich auftretende Fussgänger-Reaktionen gefasst machen. Als ich tags drauf in der Stadt Zürich unterwegs bin und eine Gruppe von elegant gekleideten Bankern über den Zebrastreifen gehen lasse, hält einer von ihnen mitten auf der Strasse an. Er lächelt und mustert zuerst mich, dann das Auto, dann wieder mich. Und verabschiedet sich vom Fussgängerstreifen mit Daumen hoch wie ein römischer Diktator. Und ich kleine Gladiatorin tuckere leicht verdutzt weiter. So muss sich ein Hollywood-Star fühlen, sinniere ich und bin froh, als ich zu Hause im beschaulichen Appenzellerland ankomme.

4. und letztes Kapitel: Der Wiesmann und Origami
Am letzten Tag unserer Testfahrten fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Wer Wiesmann fährt, fühlt sich inszeniert, obwohl er einem das elegante Ein- und Aussteigen nicht ganz leicht macht und man eher dafür sorgen sollte, keine Zeugen zu haben. Ach, andere machen Yoga. Ich falte mich einfach Origami-mässig in die Fahrgastzelle.

Wiesmann fahren heisst Fahrerlebnis pur und man versteht schnell, weshalb dieses Gefährt „Road-ster“ heisst. Man sitzt mit seinem Allerwertesten derart nah am Boden, dass man jede Unebenheit spürt. Wer den Komfort einer Sänfte sucht, ist hier definitiv falsch, ebenso alle mit einem latenten Bandscheibenleiden. Doch wer eine zeitlos anmutende Rennmaschine mit retro-inspirierten Formen, hochwertigstem Leder und einen Motor mag, der beim Gas geben Luft zu holen scheint, und obendrein ein bisschen Hollywood-Feeling erleben möchte, der wird den Wiesmann (wie ich) einfach lieben!

Sie glauben nicht, was ich Ihnen hier erzähle? – Machen Sie die Probe aufs Exempel und erleben Sie selbst, wie es sich anfühlt, ein Designobjekt spazieren zu fahren. Die Reaktionen werden bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

www.daehler.com
www.wiesmann-mf.com

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