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NETWORKING À LA CARTE

Jessica-Mor--photo-Frank-SchwarzbachOder Wie Man Bei Einer Ménage à Trois Ohne Sex Trotzdem Zum Spass Kommt

Mein Mann schaute mich, wie meistens ins solchen Momenten, mit grossen und äusserst skeptisch-fragenden Augen an, wie wenn ich mich soeben für die Miss-World-Wahlen beworben hätte, als ich ihm verkündete, dass mein erstes Thema in der neuen Kolumne „Networking“ sei.

Natürlich ist mir bewusst, dass Networking ein extrem weitumfassender Begriff ist. Da ich jedoch in meinen Geschichten meistens primär über meine Beobachtungen und Gedanken zu Menschen in meinem Umfeld und im Umgang mit einem Thema erzähle, geht es vorliegend weniger um Vor- und Nachteile von Business Afterhours-, Social-Media- oder gar Multilevel-Marketing-Networking. Sondern um eine etwas andere Form des gewinnbringenden „Netz- Arbeitens“, im Sinne von 1+1=3, oder anders herum eine Art Ménage à trois, einfach ohne Sex, bei dem trotzdem alle etwas davon haben, wie ich aus eigener Erfahrung schon erlebt habe.

Ich nenne es: das „Ex-Affären-Networking“, das heisst das Connecten von Ex-Freunden und oder -Affären. Uuuh, geht das überhaupt, werden sich die einen fragen. Und geht das wirklich gut? Nun ja, es gibt wohl ein paar Punkte zu beachten, damit’s komplementär wirkt, und nicht (im übertragenen Sinn…) in die Hose geht. Voraussetzung ist unter anderem natürlich eine fortgeführte stressund sexfreie Freundschaft nach der stürmischen Romanze. Und da ich über einen vorzüglichen Männergeschmack verfüge, verstehen sich auch die meisten meiner Ex-Freunde respektive -Affären mit mir und auch untereinander nach wie vor sehr gut (was nicht selbstverständlich ist). Sogar mein Ehemann versteht sich mit denen blendend (was noch weniger selbstverständlich ist). Fast alle von meinen Verflossenen waren daher zum Beispiel auch zu unserer Hochzeit eingeladen. Es herrschte Full House! Wären meine Exen nicht anwesend gewesen, hätten wir statt 500 Gäste nur noch etwa 50 auf der Tanzfläche bewirtet. Und die 50 waren auch bloss dabei, weil ich am Abend zuvor am Limmatquai Flyer für unseren Hochzeitsapéro verteilt hatte… Oh, Entschuldigung, jetzt schweife ich ab – zurück zum Exen-(Ver)netzen: An einem unkomplizierten Abendessen hatte ich wieder einmal zwei Ex- Affären einander vorgestellt. Da beide im Immobiliengeschäft tätig sind, wusste ich instinktiv, dass sie voneinander profitieren könnten. Nicht unerwartet ergab sich aus der Exen- Bekanntmachung nicht nur eine baldige Freundschaft zwischen den beiden, sondern nach ein paar Jahren auch ein mörderischer Immobilien-Deal, von dem meine „Ex-Gschpusis“ finanziell sehr schön profitieren konnten.

Und was war mein Nutzen aus dieser von mir erstellten Cuvée Prestige? Geld? Bestätigung? Nun, es kommt unter anderem darauf an, wer dazumal die Affäre beendet hatte, und wie diese auseinanderging. Waren es die Ex-Freunde, dann plagt sie, erstaunlicherweise, immer noch ein schlechtes Gewissen! Wer verlässt schon freiwillig solch eine charmante, unglaublich gut aussehende und extrem intelligente Frau? Voilà, und so strich ich eine nette -„Hab-immernoch- ein-schlechtes-Gewissen“- Provision in Form eines „Bleib-so-oftund- so-lange-du-willst-in-meiner- Ferienimmobilie“-Abos ein. So darf ich mit meiner Familie seither ferienhalber ab und zu die Engadiner Lodge oder die Finca auf Mallorca des einen benutzen und vertue mich mit meinem Mann im New Yorker Penthouse des anderen Ex. Herrlich!

Mein Fazit: So macht das „Net(te)-Worken“ wirklich Spass! Im Vordergrund stehen immer die Menschen, die man zusammenbringt, und dafür bekommt man auf eine nicht monetäre Art und Weise Grossartiges zurück: Schönes und stressfreies Wohnen in den Ferien inklusive Freundschaften fürs Leben.

Eine Kolumne von Jessica Mor-Camenzind*
*Jessica Mor ist ein echtes Seefeld-Kind, lebt an der Goldküste, jedoch in der Bronx der Gold-Coast (Meilen Dorf). Bloggerin, Unternehmerin u.a. mit mezze-a-gogo.com und eine Frau mit spitzer Feder.

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