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LADIES DRIVE NO.11

Deine Welt sind die BergeFUSS VOM GAS

Die Reportage über den Verkauf der Seelen in unserer letzten Ausgabe schlug wahre Wellen. Offenbar berührte die Geschichte. Und ganz offensichtlich leben wir gerade in einer Zeit, in der wir viele Dinge hinterfragen. Zum Beispiel, ob die eine oder andere Last, die man uns oder wir uns selbst auferzwungen haben, noch sinnvoll und tragbar erscheint.
Das ist eigentlich sehr intelligent, Dinge zu hinterfragen, bedeutet es zumal kein Stehenbleiben bei den ewig selben Zielen und Bedürfnissen, denn diese ändern sich genauso wie wir uns selbst. Es zeigt, dass wir uns weiterentwickeln. Insofern ein sinnvoll gut tuender Prozess.
Mich interessiert indessen: Was tun Sie, um sich zu erden (und ich möchte das nicht oberflächlich esoterisch verstanden wissen)? – Um sich zu entschleunigen? Hin und wieder mal auch die Last des Luxus und des eigenen Stolzes abzuschütteln? Wie machen Sie sich bereit für Neues? Denn ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass wer allzu zielstrebig durchs Leben galoppiert, nicht selten herausfindet, dass ihm seine Scheuklappen so manches verweigert haben und man sich zu guter Letzt etwas verlassen zwischen den Träumen, Erwartungen und Hoffnungen wiederfindet, die man sich mal als hohe und heere Ziele aufs Regal gestellt hat, und schlussendlich das letzte Fünkchen Wahrheit davon wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen beginnt.

Es soll auch vorkommen, dass man sich als einst an Karriere und Reichtum orientierter Mensch in einer unlustigen, trüben Existenz wiederfindet, welche die Leere der Exzesse jeglicher Art wi­ derspiegelt. Dass jeder noch so zarte Flucht­ versuch von der eigenen oft irrational wahr­ genommenen Existenzangst verdrängt und erschlagen wird. Da hilft manchmal nur purer Entzug oder das schlichte Wörtchen: Nein. Als ich während des Studiums ein Angebot für das damals neu lancierte „Nachtbulletin“ des Schweizer Fernsehens erhielt, indessen mit der Auflage, alle meine anderen Jobs aufzugeben, sagte ich Nein. Mein Umfeld tat es als unreif ab, als jugendlichen Blödsinn, den ich bereuen würde. „Welch Kar­ rierechance“, musste ich mir anhören.
Als ich vor ein paar Jahren erzählte, dass ich mit meinem Mann ins Appenzell ziehen werde, um dort einen Verlag zu gründen, war das Erstaunen noch grösser, das Alter jedoch zu sehr gereift, um es vorschnell abtun zu können. Ich habe mich entzogen. Immer wieder. Mal mit etwas weniger, mal mit etwas mehr Erfolg, vergossenem Herzblut und verschütteter Energie.
Schlussendlich muss ich aber sagen, dass eben diese Entscheide mich just an den Punkt geführt haben, wo ich mich heute befinde: bei Ladies Drive. Einem Magazin für Menschen, die sich bewegen, nicht stillstehen, sondern weiter gehen im Leben. Und dieses Weitergehen ist nicht selten ein steiniger Weg zur eigenen Erkenntnis, denn das eigene Spiegelbild am Wegesrand zu sehen, ist nicht immer nur erfreulich, erquickend und erlabend.
So freuen wir uns über Ihre Zuschriften, Ihre Gedanken zu diesem Thema, denn wir wünschen uns, ab Dezember 2010 eine regelmässige Kolumne zum „Verkauf der Seelen“ in unserem Magazin zu haben.
Derweil grüsse ich alle Sich­Bewegenden, die Rastlosen und Ruhesuchenden, die wir doch letzten Endes alle irgendwie sind.
Sandra­-Stella Triebl
Herausgeberin Ladies Drive

FOTOSHOOTING: DEINE WELT SIND DIE BERGE
MODEL: ALEX B. DICK  • FOTOGRAF: LUC LAMAR • HAIRSTYLING: CHRISTOPHE CHEVILLARD (LE SALON) • MAKE-UP: DARIO SCALA (FUSIONMANAGEMENT) • RETOUCHING: SIBES • STYLING: SANDRA-STELLA TRIEBL • PRODUKTIONSASSISTENZ: LYDIA ZECHNER • REDAKTION: ASTRID NIEDERMEIER • PRODUKTIONSLEITUNG: SEBASTIAN TRIEBL

One Comment

  1. Liebe Frau Triebl,

    ganz herzlichen Dank für Ihren Artikel „Fuss vom Gas“.

    Im Trubel der Zeit, den Erwartungen seiner Familie und Freunden, in einem Leben der allgemein als richtig anerkannten Normen der Gesellschaft ist es nicht einfach sich zu erden und dem eigenen Weg zu folgen.
    Dies erfordert Mut, Mut zu rasten und in sich selbst hinein zu hören, dem Rat, der von Innen kommt, zu folgen und das Unverständnis seiner Mitmenschen beherzt am Wegesrand liegen zu lassen.

    Ein Schlüselwort dabei ist „Bewegung“. Alles, was lebt, bewegt sich. Vermeintliche Niederschläge sind nur eine Lektion, um zu lernen. Besonders wir Frauen müssen dieses uns gebotene Potential als Chance sehen, einen Schritt weiter gekommen zu sein.
    Es ist schön auf dieser Berg- und Tal-Fahrt festzustellen, dass man ein Teil des Universums ist. Für alle gelten die gleichen Gesetze und man bekommt immer die Energie, die man für den nächsten Schritt benötigt.
    Ich freue mich vielen Frauen auf dem Weg der SichBewegenden zu begegnen.

    Martina Klose
    Inhaberin von WHR Services und
    Leiterin World Wide Projects

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