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LADIES DRIVE NO.10

WANN IST GENUG?Cover_LADIES_DRIVE_NO_10

Geht es um Ruhm, Geld, Macht und Karriere, scheint das Motto „dörfs es bizzeli meh si“ zu gelten. Immer mehr, immer höher, immer weiter, immer schneller. Man macht eine strategische Karriereplanung, skizziert seine Laufbahn, weiss, wohin die Reise gehen soll, zumindest auf dem Papier. Man strebt nach Erfolg, Anerkennung, einem monetären Ruhekissen und damit einem Stück Unabhängigkeit. Wohl wahr – nichts davon ist unangenehm. Und um diesen angenehmen Zustand zu erreichen, sind viele bereit, so einiges einzustecken. Schlafentzug, Druck, Stress, teilweise sogar Mobbing, Engagement bis zur Bedürfnislosigkeit. Klingt eigentlich nach einem Martyrium, wenn wir diese Worte mal so in einer Reihe betrachten, vielmehr nach Folter, denn nach Karriere, die ja ach so sexy und erstrebenswert erscheint.

Nun, mir persönlich bedeutet Karriere wenig – es ist lediglich eine Worthülse für mich. Und ich bin wohl der unstrategisch denkendste Mensch dieses Planeten. Sehen wir uns nur Ladies Drive an. Ein Start ohne Businessplan, ohne Investoren, ohne fremde Hilfe im Rücken. Es war nur eine Idee. Eine mir zuckersüss erscheinende Vision, die mir als Nährboden für durchgearbeitete Nächte diente und dafür sorgte, dass harsche Kritik rasch an mir vorbei zog. Hätte ich Karriere im klassischen Sinne gemacht, wäre ich an einer der zahlreichen, gut bezahlten und aussichtsreichen Positionen sitzen geblieben, die ich vorher innehatte. Doch das war mir nicht genug. Wenn man indessen selbst und ständig arbeitet, kommt man, wie in jeder Kaderposition auch, an den Punkt, wo man sich fragt, obs nicht langsam genug ist. Ob man überhaupt noch weiss, was das Leben so zu bieten hat, ob man noch alle seine Freunde kennt und ob man noch weiss, etwas mit sich anzufangen – ohne zu arbeiten. Diese Balance ist unendlich schwer zu finden. Für mich war es die Gunst der kleinen Momente, das Glück der kleinen Dinge, die mich gerettet haben, bevor ich ausbrennen konnte. Einen Espresso an der Sonne zu geniessen und mal wieder tief durchzuatmen. Zeit zu vertrödeln zwischen zwei Sitzungen, anstatt in den Blackberry zu starren. Auch dazu gehört eine Portion Disziplin. Erfolg zu haben ist ein schmaler Grat, aber stets eine faszinierende Wanderung, bei der man sich ständig vorsehen muss, sich nicht selbst ins Abseits zu manövrieren, weil man das Gleichgewicht verliert. Ob dieser Balanceakt einen nun glücklich macht, muss jeder für sich entscheiden. Wie viel „Karriere“ soll es sein? Welche Konsequenzen daraus bin ich bereit zu tragen und macht mich all das wirklich glücklich? Also: Wie erstrebenswert kann eine Karriere sein? Wie viel Sinn und Bestimmung kann sie unserem Dasein verleihen? Für mich gibt es eigentlich nur etwas, was für mich wichtig ist: zu lernen, neugierig zu sein, die Augen offen zu haben – Karriere hin oder her. Denn wer dies verlernt, wird vielleicht auf dem Grat wandern – aber nie die Spitze des Berges erklimmen können.

So hoffe ich, Sie zum einen oder anderen Espresso in der Sommersonne inspiriert zu haben und wünsche Ihnen nun viel Spass mit der Lektüre der Sommer-Ladies Drive 2010.
Herzlichst
Sandra-Stella Triebl
Herausgeberin Ladies Drive

FOTOSHOOTING: PRETTY IN THE CITY
MODEL: MIRIAM TRAUTWEIN • FOTOGRAF: LUC LAMAR • HAIRSTYLING: CHRISTOPHE CHEVILLARD & CLAUDIA SPESCHA (LE SALON) • MAKE-UP: DARIO SCALA (FUSIONMANAGEMENT) • RETOUCHING: SIBES • STYLING: SANDRA-STELLA TRIEBL • PRODUKTIONSASSISTENZ: LYDIA ZECHNER • REDAKTION: ASTRID NIEDERMEIER • PRODUKTIONSLEITUNG: SEBASTIAN TRIEBL

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