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FRAUEN MÜSSEN DIE KOMFORTZONE VERLASSEN

Simona ScarpaleggiaAdvance – Swiss Women in Business: Bilanz zum ersten Geburtstag

Ein Grossteil der Kaufentscheidungen wird von Frauen getroffen. Trotzdem ignoriert die Wirtschaft die Hälfte der Gesellschaft als Entscheiderinnen und Führungskräfte. Es ist ein Verlust für die Volkswirtschaft und aus sozialer Perspektive sogar unhaltbar, fünfzig Prozent der Bevölkerung im Berufsleben einzuschränken. Deshalb unterstützen wir mit Advance Frauen seit einem Jahr dabei, sich in der männerdominierten Geschäftswelt zu behaupten.

In einem etwas provokativen interview mit dem Spiegel sagte der Aggressionsexperte Jens Weidner kürzlich, Frauen müssen „hart, aber unfair” sein, um nicht in die Frauen-Aggressivitätsfalle zu tappen. Das geschieht, sobald ihre Stärke umgedeutet wird – in krankhaften Ehrgeiz, den Ausdruck privater Probleme oder gar Hysterie. Die Skepsis gegenüber sogenannten Karrierefrauen ist weit verbreitet. Und die mittel männlicher Kollegen, um Konkurrentinnen auszuschalten, sind nicht immer fair. Frauen müssen deshalb die Spielregeln der Männerdomäne lernen und sich ihnen ein Stück weit anpassen. Ändern können sie sie danach immer noch. Mit advance wollen wir Frauen nicht zu besseren Männern machen. Aber wir möchten sie herausfordern und aus ihrer Komfortzone herausholen. Sie sollen an sich glauben und offensiver werden. Nur so kann man wachsen. Wer nichts verlangt, bekommt auch nichts – oder nur ganz selten. Trotzdem: es liegt nicht alleine an den Frauen. Dass so viele weibliche Talente im mittleren management verloren gehen, hat auch mit politischen Rahmenbedingungen zu tun oder mit der rolle der Frau in der Familie. Statt sich über eine Quote Gedanken zu machen, müssen die Firmen Lösungen implementieren, um Mütter im Berufsleben zu halten. Die Rezepte sind bekannt: flexible Arbeitszeiten, Home-Office oder eigene Krippenplätze.

Der Weg ist eingeschlagen – das Ziel noch fern

Ein Jahr ist es nun her, dass wir mit dem Start von Advance ein riesiges Medienecho ausgelöst haben. Offensichtlich treffen wir damit eine Achillesferse unseres Wirtschaftssystems – und zwar aktiv, nicht nur mit schönen Worten. Das ist auch dank unseres starken Netzwerks mit Unternehmen wie McKinsey&Company, Credit Suisse, Ikea oder Swiss Re glaubwürdig. Unsere Ziele haben wir klar formuliert: über 120 mitgliederfirmen bis 2018 und deren Frauenanteil in Führungspositionen bis 2020 auf 20 Prozent erhöhen. Im ersten Jahr hat sich unsere Mitgliederzahl bereits mehr als verdoppelt und ist auf stolze 25 Firmen gewachsen. Neu dabei sind unter anderem Zurich Insurance, Raiffeisen, die UBS oder Nestlé Schweiz. Wir wollen aber vor allem noch viel mehr KMU in unseren Reihen wissen.

Im ersten Jahr haben wir elf Events durchgeführt, um ambitionierten Frauen auf dem Weg ins höhere Management Rückenwind zu geben. Insgesamt nahmen bereits über 800 Personen an einem Workshop, event oder seminar teil – mit einer Weiterempfehlungsrate von 100 %. Zudem bringen wir weibliche High-potentials mit Senior Executive Mentoren und Mentorinnen oder top-Führungskräften zusammen, um im firmenübergreifenden Austausch die persönliche Entwicklung zu fördern, zu diskutieren und zu lernen. Unsere Veranstaltungen sind herausfordernd, das zeigen die positiven Feedbacks. Eine Teilnehmerin sagte uns, dass sie nach dem Workshop „nach den Sternen greift”. Sie wisse nun sehr genau, wohin sie wolle. Genau das möchten wir erreichen – und dass irgendwann gar nicht mehr über die Geschlechterfrage diskutiert wird. Es sollte in den Firmen einfach genauso aussehen wie im rest der Gesellschaft: die Hälfte Männer, die Hälfte Frauen. Insofern ist unser erfolg wohl erst in einigen Jahren wirklich messbar.

Haben sie Interesse, mit ihrem unternehmen advance beizutreten? Auskunft über die Konditionen und Leistungen als Mitglied sind auf www.advance-women.ch zu finden oder auf amphorae per email an contact@advance-women.ch.

Text: Simona Scarpaleggia, Country Manager Ikea Switzerland

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