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FEMALE JUNIOR TALENTS

Béatrice-FischerWIE BEI DER CREDIT SUISSE FRAUEN UND MÄNNER FRAUEN FÖRDERN

Im Rahmen unseres Gespräches mit Credit Suisse Head of Diversity & Inclusion für die Schweiz, Christine Jordi, (in Ladies Drive No. 25) erfuhren wir von diversen Mentoring-Formaten, welche die CS vor allem ihren weiblichen Mitarbeitern angedeihen lässt. Eines davon hatte es uns in der Folge besonders angetan. Beim Mentoring für weibliche Talente sorgt das Grossunternehmen nämlich für etwas, das andernorts häufig Schiffbruch erleidet: dass sich Frauen und Männer im Status eines Senior Managers für weibliche Jungspunde engagieren. Und so kam es, dass man uns zu einem Gespräch mit einer Credit Suisse-Mentee – Marina Viergutz – und der Sponsorin des Programms innerhalb der CS – Béatrice Fischer, Head Marketing & Stakeholder Management, einlud. Wir entsandten unsererseits für diese Interviews zwei ganz besondere Frauen: die Unternehmerin und erfolgreicher Coach Yvette Marina Reinberger, die uns auch bei unserem Titel ‚Girls Drive‘ tatkräftig mit einem eigens kreierten Mentoring-Programm unterstützt, sowie Isabel Steinhoff, eine unserer Mentees bei ‚Girls Drive‘. So trafen sich also Menschen auf Augenhöhe, die sich eine Menge zu sagen hatten.

Zürich Paradeplatz, es ist 10 Uhr 15. Ich bewundere noch einen Moment die Architektur des Gebäudes am Paradeplatz 8, dann mache ich mich auf den Weg zum Interview mit Béatrice Fischer, ihres Zeichens Head Marketing & Stakeholder Management bei der Credit Suisse AG . An der Rezeption werde ich freundlich empfangen, und im Lift nach oben sinniere ich, wie wohl die Begegnung mit einer so vielschichtigen Frau, wie es Béatrice Fischer ist, sein wird. Sie ist seit 24 Jahren dabei, sieht sich als Allrounderin und nimmt sich die Freiheit, den Top Shots auch mal das eine oder andere Feedback zu geben. Die Kollegen können dies gut nehmen, da Béatrice Fischer ganz klar sagt: „Ich habe im positiven Sinne keine Agenda.“ Damit meint sie, keiner muss Angst haben, dass sie an dessen Stuhl sägt. Sie ist zwar durchaus ehrgeizig, aber nicht verkrampft, und daher freudig überrascht über ihre bisherige Karriere und happy mit ihrer Position.

Die Tür geht auf und eine strahlende, aufgestellte, sehr sympathische Béatrice Fischer begrüsst mich. Wir sind sofort in einem guten Flow, der uns bis zum Ende des Interviews begleitet.

Ganz selbstverständlich machen wir eine Reise durch ihren Werdegang, ihren reichen Erfahrungsschatz und das, was sie zum Thema Mentoring bewegt. Nach ihrem Abschluss in Rechtswissenschaften startete sie ihre berufliche Laufbahn 1990 bei der damaligen Schweizerischen Kreditanstalt im Firmenkundengeschäft. Noch gab es keine Mentoring-Programme, nur wenige sprachen über Gender- und/ oder Diversity-Themen, geschweige denn über eine Frauenquote. Trotzdem war die Credit Suisse vor 20 Jahren schon Vorreiter und hatte, was ihren Frauenanteil im Kader betrifft, hehre Ziele.

Über die Mentoren in ihrem Leben sagt Béatrice Fischer: „Erst zeitversetzt erkannte ich, welche Menschen, die mich in meinem Leben begleitet haben, auch MentorInnen für mich waren.“

Sie ist eine top Networkerin und baute sich so über die Jahre ein eigenes, stabiles und weitreichendes Netzwerk auf. Menschen, mit denen sie beruflich zu tun hat und die ihr sympathisch sind, fragt sie ganz spontan nach einem Termin, zum Beispiel zum gemeinsamen Mittagessen. Manche Begegnungen bleiben auf Business-Ebene, andere führen zu Freundschaften. Eine solche war es auch, die ihr 2000 die Tür zu einer neuen beruflichen Herausforderung als Corporate Secretary öffnete.

Heute ist Béatrice Fischer Head Marketing & Stakeholder Management im Rang eines Managing Directors und Sponsor des internen Credit Suisse Mentoring-Programms für junge, talentierte Frauen. Sie ist mit Herzblut dabei und somit auch eine geschätzte Rednerin zu diesem Thema. Sie selbst sagt dazu: „Rollenmodelle sind wichtig, ich sehe es daher als meine Pflicht, durch Vorträge Frauen zu motivieren, andere Frauen zu unterstützen.“

Ihr Engagement, dass Frauen sich besser vernetzen und gegenseitig unterstützen sollen, ist gross. Rund 150 Frauen sind in der momentanen fünften Austragung im internen CS Mentoring-Programm für weibliche Junior Talents und werden von Führungskräften als Mentorinnen und Mentoren über zwölf Monate hinweg begleitet. Die Erwartung an die jungen Frauen ist klar. Die Beziehung zum Mentor, der jeweils aus einem anderen Bereich der Bank kommt, muss von den Mentees selber proaktiv gestaltet werden. Idealerweise finden sechs bis sieben Termine pro Jahr statt. Um diese effizient zu nutzen, legt die Mentee dabei stets eine Agenda vor. Die Themen reichen von Karriereplanung über Fachkompetenz bis hin zu konkreten Situationen, bei denen die Mentees Rat aus dem Erfahrungsschatz ihrer Mentoren brauchen. Im Sinne von: Wie bist du mit einer solchen Situation umgegangen oder wie würdest du an meiner Stelle damit umgehen?

Die Mentoren stellen ihr Know-how und ihr Beziehungsnetz zur Verfügung, helfen mit Tipps und regen neue Verhaltensweisen an. Die Mentees geben dann beim nächsten Meeting Feedback, wie sie diese Ratschläge umgesetzt haben. Béatrice Fischer selbst ist nicht nur Sponsorin dieses Programms, sondern stellt sich auch regelmässig selber als Mentorin zur Verfügung. Wie sie uns verrät, beschäftigt die meisten jungen Frauen unter anderem das Thema der Work-Life-Balance. Es geht hier aber nicht darum, einen 9-to-5-Job anzustreben: „Work-Life-Balance ist subjektiv und hat auch etwas Zyklisches, je nachdem, in welcher Lebensphase man sich befindet, verschiebt sich diese. Wichtig ist, dass es für den einzelnen stimmig ist“, so Béatrice Fischer.

Auch der Mentor profitiert im Rahmen des Programms und lernt mehr über die Generation, mit der er es zu tun hat, in diesem Falle die Millennials. Das kann einem zum Beispiel neue Impulse in Bezug auf das Arbeitsumfeld oder auf veränderte Abläufe im Tagesgeschäft geben. Unternehmen können dadurch aufbauend sogar Einfluss auf Prozesse und Arbeitsabläufe nehmen und diese entsprechend anpassen, um weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Eine Bereicherung also für alle Beteiligten.

Natürlich hat die CS -Managerin in ihrer Zeit bei der Grossbank mittlerweile auch für sich persönlich verschiedene Arten des Mentoring erlebt. Doch Béatrice Fischer weiss nur zu gut: „Eine Karriere muss nicht immer nach oben führen, es geht um eine herausfordernde Aufgabe, Spass am Job und die Erkenntnis: ‚Oben wird es eng.’“

Mentoring-Programme nehmen innerhalb der CS einen grossen Stellenwert ein und werden in unterschiedlichsten Ausprägungen angeboten. „Mentoring ist die Basis, doch irgendwann braucht es auch einen Sponsor. Jemand, der in meiner Abwesenheit positiv über mich und meine Arbeit spricht und somit eine Plattform schafft für den nächsten Karriereschritt”, ist Béatrice Fischer überzeugt.

Mein Resümee:
Seinen Weg zu finden hat auch mit Glück zu tun. Im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Chancen zu erkennen. Die eigenen Talente bewusst zu nutzen. Denn die Karriere ist nur ein Teil des Lebens, es geht um mehr. Es geht um Freude an dem, was wir tun. Und das lebt Béatrice Fischer glaubhaft vor – und gibt dies auch mit Herzensfreude an die nächste Frauengeneration weiter. Daran dürfen wir uns durchaus ein Beispiel nehmen.

 

Marina-ViergutzStrahlend betritt Marina Viergutz das Café, in welchem wir uns für das Interview verabredet haben. Die junge, sympathische Frau berichtet mir bei einer Tasse Kaffee über ihre Erfahrungen als Mentee in der MAG (Mentoring Advisory Group) for female junior talents der Credit Suisse.

Den Auswahlprozess und die Konzeption durch das Diversity und Inclusion Team empfindet sie als sehr gut. Nach dem Kickoff-Meeting zu Beginn des Mentoring-Jahres nehmen die Mentees insgesamt an drei interessanten Workshops teil. Der erste stand in Marinas Mentoring-Programm unter dem Motto „A Voice at the Table“ und befasste sich damit, wie Frauen sich aktiver in Meetings einbringen können. Die darauffolgenden Workshops fokussierten sich auf „Self-Marketing“ und wie man die eigene Marke aufbaut. Abschliessend widmete man sich dem gerade in grossen Unternehmen essenziellen Faktor „Networking“.

Als Mentor wünschte sich Marina Viergutz damals jemanden aus ihrem Geschäftsumfeld. Jemanden, der ihre Tätigkeit als Hedge Funds Due Diligence Analyst kennt und versteht, wo sie karrieretechnisch hin möchte. Mit ihrem Mentor ist Marina sehr happy. Ihr erstes Meeting hat sie ausgiebig vorbereitet, denn sie sieht, wie Béatrice Fischer, die Mentees als steuernde Kraft im Tandem. Proaktives Handeln und Motivation sind die entscheidenden Faktoren für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Programms, sagt sie voller Überzeugung. „Ich habe sogar eine kleine Powerpoint Präsentation zusammengestellt (lacht). Ich habe zusammengefasst, wer ich bin, was ich bisher geleistet habe, wie ich mir das Mentoring vorstelle und was meine Ziele sind.“ Dieser Selbstreflektionsprozess sei ein fundamentaler Teil der eigenen Entwicklung und macht das Programm so besonders, ergänzt Marina gut gelaunt. Man spürt ihr Engagement und ihren Drive. Sie hat klare Ziele und auch eine gute Vorstellung davon, wie sie dorthin kommen möchte. Mit ihrem Mentor trifft sich Marina nun jeweils, wenn ein konkretes Anliegen vorliegt. „Mein Mentor ist sehr engagiert. Vor einigen Wochen hatte ich eine dringende Frage. Obwohl er durch seine Position einen wirklich vollen Terminkalender hat, hat er sich kurzfristig Zeit für mich genommen. Er gibt mir nicht einfach die Antworten auf meine Fragen, sondern Tools, die mich befähigen, eine Entscheidung zu treffen. Er zeigt mir neue Blickwinkel auf und geht mit mir die Pro- und Contrapunkte durch. Seine Erfahrung ist natürlich sehr wertvoll. Aber durch diese Art von Guidance ist die Entscheidung letztendlich meine eigene.“ Sie selbst teilt mit ihm ihr Wissen aus dem Bereich Alternative Investments, sodass die Beziehung gegenseitig nutzenstiftend ist.

Marina ist übrigens nun selbst bereits Mentorin – und zwar im MBA-Programm der Universität St. Gallen.

Auf die Frage, wie das Mentoring sie selbst und ihren Karriereweg beeinflussen wird, müssen wir nicht lange auf eine Antwort warten: „Das Programm hat meine Vision und Ziele geschärft. Meine Pläne nehmen dadurch mehr Fahrt auf. Ausserdem kann ich nun meine nächsten Schritte konkreter planen. Es ist beruflich wie persönlich eine bereichernde Erfahrung.“

Weiterführende Informationen:
Wer mehr wissen möchte über das Mentoring-Programm der Credit Suisse, den können wir gerne aktiv mit Christine Jordi (Head of Diversity & Inclusion) vernetzen: [email protected]

Und wer mehr über das Girls Drive-Mentoringprogramm erfahren mag, den verweisen wir hiermit auf unseren Blog: www.girlsdrive.ch. Interessierte Firmen melden sich bitte bei der Chefredaktion: [email protected]

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