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EVENTREPORTAGE: SWISSCOM IN DER VORREITERROLLE:

20 % Frauenanteil auf allen Führungsstufen angekündigt Das Mixed-Leadership-Symposium in Bern und die Antworten auf die Frage nach dem Unterschied

Im Auditorium der Swisscom AG in Worblaufen verfolgten 120 Gäste das Diversity Roundtable Schweiz Symposium zum Thema „Mixed Leadership“, welches von der Swisscom, den SBB sowie der Novartis durchgeführt wurde. Dank insgesamt zehn hochkarätigen Rednern aus dem In- und Ausland wurde die Frage nach dem Unterschied von gemischtgeschlechtlichen Führungsteams in den verschiedensten Facetten erörtert.

Erstmals verkündete Hans C. Werner, Leiter Human Resources der Swisscom AG, dass die Swisscom nebst dem Engagement bei Heiner Thorborgs Generation CEO (eine Initiative, welche die Swisscom wohl gemerkt als einziges Schweizer Unternehmen unterstützt) und dem internen Engagement für kulturelle Vielfalt, welches einen optimalen Generationenmix und die Integration von behinderten Menschen vorsieht, den Worten nun noch mehr Taten folgen lassen will: Man will mit dem Thema Mixed Leadership einen wichtigen Schritt nach vorne machen – und hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, mittelfristig, genauer gesagt über die kommenden drei bis fünf Jahre, auf allen Führungsstufen einen Frauenanteil von 20 % zu erreichen. Ein grosser Schritt! So versetzte eine solch progressive Ankündigung gleich zu Beginn des Symposiums die zahlreichen Gäste in Staunen. Umgesetzt wird dies übrigens über den Aufbau einer internen Talent- Pipeline mit entsprechenden Programmen und einem Talent- Management, wo High Potentials bewusst identifiziert und gefördert werden.

Nach knapp acht Stunden mit anregenden, inspirierenden und aufregenden Vorträgen, Podiumsrunden und Workshops lag das Fazit für die Teilnehmer auf der Hand: Es gibt noch viel zu tun. Noch immer beschäftigen wir uns in der (öffentlichen) Diskussion mit der Rechtfertigung, weshalb gemischtgeschlechtliche Teams unsere Unternehmen besser voranbringen können. Die Wirtschaftswelt befindet sich indessen an der Schwelle zu weitgreifenden Veränderungen, in welcher neue Spielregeln der Macht geschaffen werden müssen (Matthias Mölleney). Es brauche Mut, etwas zu verändern (Eleanor Tabi Haller-Jorden), aber auch mehr Visibilität der durchaus vorhandenen Frauen in den Spitzen unserer Wirtschaft

(Jeannine Pilloud). Die Old-Boys-Netzwerke haben heute ausgedient – die Kundschaft ist immer „diverser“ und darum ist Diversity als ein Cultural-Change-Programm zu verstehen und nicht nur taktisch anzugehen. Doch es gilt die nächsten 15 Jahre zu überstehen, bevor eine jüngere Generation an Wirtschaftsführern an die Hebel der Macht gelangt und ein ganz anderes, viel natürlicheres Verständnis von Diversity haben wird (Eros Fregonas).

Als zentraler Punkt erachtete beispielsweise die brillant auftretende Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr bei den SBB und Mitglied der Konzernleitung, die Mitintegration des mittleren Managements bei allen Gender-Diversity-Fragen. Darüber hinaus sei es dringend notwendig, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie Menschen zwischen 40 und 60 gefördert werden können. Frauen an die Spitze zu bringen, sei das eine – Mitarbeitende zeitlebens zu fördern, das andere, so die SBB-Managerin. Ebenso faszinierend: die Erkenntnis einer noch unveröffentlichten Studie der HSG von Prof. Winfried Ruigrok, welche zeigt, dass es bei der erfolgreichen Einführung von Diversity in Unternehmen stets mehrerer Dimensionen bedarf. Die Fokussierung alleine auf die Dimension „Frauen“ sei nicht zielführend, so der niederländische HSG-Professor. Eleanor Tabi Haller-Jorden brachte die Zuhörerschaft am Ende des Symposiums mit ihrem Vortrag über Stereotype ins Grübeln.

„Selbst Massnahmen wie Heimarbeitsplätze sind nicht zielführend, wenn ihr Chef sagt: Gut, Sie können von zu Hause aus arbeiten, Hauptsache sie waschen keine Wäsche während der Arbeitszeit! Wir müssen uns gewahr werden, dass Stereotype unser Handeln sehr multidimensional beeinflussen“, so die Catalyst-Europe-General- Managerin. Auch bedeute Gender Diversity nichts, wenn wir später mal unverheiratete, kinderlose Managerinnen in den Teppichetagen sitzen hätten. Arbeitszufriedenheit und Lifebalance dürfen nicht ausser Acht gelassen werden. Genauso wenig wie das Potential der nachfolgenden Generationen. Wohl wahr! Es gibt tatsächlich noch viel zu tun …

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