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DIE FINANZKRISE ALS KARRIERECHANCE FÜR FRAUEN?

Oder: Wäre die Finanzkrise in diesem Ausmass denkbar, wenn Frauen in den entsprechenden Entscheidungspositionen gewesen wären?ld_no04_pdfteaser_01
Text: Lydia Zechner & Sandra Stella Triebl

Eine Hypothese, die wir in den Raum stellen wollen, mit dem Wissen, sie weder nie wirklich widerlegen noch bestätigen zu können. Während unserer Recherchen war die Finanzkrise ein so übermächtiges Thema, das fehlende Finanzgewissen, die Geldgier, die Intransparenz des Marktes, dass wir uns verleitet sahen, solch eine
provokante These in den Raum zu stellen. Ladies Drive begab sich auf die Suche nach den Frauen in der Finanzwelt, ihren täglichen Herausforderungen, ihren
Motivationen – und ihren Meinungen zur globalen Krise des Kapitalismus und den Antworten auf die Frage, ob der Markt sich anders entwickelt hätte, wären
Frauen an der Macht gewesen.

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Die Ausgangslage

Obwohl die Finanz- und auch die Führungskraft der Frau immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es nach wie vor so, dass gerade bei Banken und Versicherungen Frauen in Spitzenpositionen unterrepräsentiert sind.
Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung beträgt der Anteil an Frauen in Aufsichtsratposten bei den grossen Banken 15%, die Vorstandssitze hingegen sind nach wie vor sehr stark in Männerhand. Lediglich 2,5% dieser Posten sind von einer Frau besetzt. Kein allzu rosiger Durchschnitt angesichts der insgesamt doch starken Besetzung von insgesamt 54% an weiblichen Beschäftigten in der Finanzbranche.
Auch in der Schweiz ergibt sich dasselbe magere Bild.
Weiter sehr eklatant ist nach wie vor der Unterschied der Gehälter. Die Hochschule für Wirtschaft Luzern hat im Rahmen einer Studie anhand der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik die Rolle der Frau in den Finanzdienstleitungsindustrien untersucht. Dabei kam heraus, dass Frauen im Durchschnitt 38% weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen. Die Lohndifferenz im gesamten privaten Sektor liegt bei etwa 24%. Der durchschnittliche Monatsbruttolohn im Jahr 2006 lag bei den Frauen im Bankwesen bei 6.878 CHF, bei Männern hingegen bei 10.020 CHF.
Aber woran liegt es, dass Frauen, obwohl sie über 50% zur Weltwirtschaft beitragen und sehr wohl ein grosses Potential darstellen, in beruflicher Hinsicht den Männern immer ein wenig nachstehen?

Laut einer Studie der KV Schweiz arbeiten über 90% der männlichen Bank- und Versicherungsangestellten Vollzeit, Frauen nur 70%.
Inoffiziell sind allerdings Teilzeitpensen auf Führungspositionen schon längstens eingeführt: Wie kann eine Person beispielsweise gleichzeitig Vorstand, Verwaltungsratpräsident, Nationalrat und Präsident eines Verbandes sein, wenn nicht im Teilzeitpensum?

Frauen in der Finanzbranche – Ladies Drive fragt nach
All die Frauen, mit denen wir uns für diese Reportage unterhalten haben, weisen mehrere gemeinsame Nenner auf: Sie haben in kürzester Zeit einen fantastische Karriere aufs Parkett gelegt. Ihr Job bringt sie allerdings auch an den Rande dessen, was sie zu leisten vermögen, obwohl sie jetzt schon auf so manches verzichten. Selbst das Privatleben schrumpft auf zwergenhafte Massstäbe zusammen. –Aber sie sind trotzdem keine ultra-taffen „Karriereweiber“, von denen man manchmal in der Presse liest und die nicht nur so manchen Herren der Schöpfung einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Sie sind feminin geblieben, empathisch, nachdenklich. Wieso sollte sich das auch ausschliessen?

Frauen in der Finanzbranche. Wer sind sie?
Beispielsweise Lydia Woerlen, einst als Forensikerin bei der Kriminalpolizei tätig. Doch das war ihr nach eigenen Worten „zu langweilig“. Mehr Abwechslung findet die 45-Jährige als Wealth Management Director bei der LGT Bank in Zürich. Fragt man Lydia Woerlen, welche Assoziationen sie zum Thema „Frauen in der Finanzbranche“ hat, folgt eine pointierte Antwort: „Ich kenne keine Frau, die zweistellige Millionenbeträge als Boni erhalten hat … Frauen schaffen es ins mittlere Management und dort vor allem in Bereiche wie Marketing oder Personalwesen. Dort geht es nicht um Macht, welche Männer mehrheitlich immer noch nicht abgeben wollen.“ Klare Worte einer durchaus selbstbewussten Frau, bei der man sich kaum vorstellen kann, dass sie es schwer hat in dieser Branche, wie so oft argumentiert wird. Doch die Benachteiligung von Frauen in der Finanzbranche existiert. Lydia Woerlen macht es an den jeweiligen Unternehmenskulturen und Führungsleitbildern fest, die nach wie vor männlich geprägt seien. „Es herrschen hier noch andere Frauenbilder vor – sie nennen sich Mutter, Schwester, Sekretärin und Ehefrau.“ Was die attraktive Bankerin ebenfalls feststellt, ist ein Widerwille, sich heute immer noch über dieses Thema unterhalten zu müssen. Es sei „ausgelutscht“: „Niemand mag mehr darüber diskutieren und wir Frauen in mittleren Jahren haben irgendwie resigniert.“

Für kernige und ebenfalls pointierte Aussagen ist auch Elli Planta, Arbeitnehmervertreterin der UBS, bekannt. Als ich sie kontaktierte, musste sie eben ihren heiss ersehnten Urlaub stornieren. „Bei uns steppt der Bär“, sagt sie. Man zögert nicht, ihr das zu glauben. Die Arbeitnehmervertreterin der UBS ist eine auffallende Persönlichkeit. Zwar klein und zierlich, aber mit wachen Augen und einer spitzen Zunge versehen, sodass man sich ihren Worten und ihrer Präsenz kaum entziehen kann. Ein Beispiel gefällig? – Sie spricht beispielsweise von einem Gender Tango, wenn es um die Stellung der Frauen in der Finanzbranche geht: „Ja, es ist schwer! Männer können nicht verstehen, dass die Frauen sich regelrecht ,befreien‘ mussten und es immer noch müssen. So wie Sklaven, Bauern, die Schwarzen, Homosexuelle und sonstige Minderheiten. Die Männer haben sich – in ihrer Eigenschaft als Männer – nie befreien müssen. Viele haben immer noch gar nicht begriffen, was damit eigentlich gemeint ist.“
Elli Planta ist sich bewusst, dass sie mit solche Aussagen hie und da aneckt. Und dass, wer mitspielen will, den Preis dafür zahlen muss: „Noch entscheiden sich wohl mehr Frauen, dass sie den Preis nicht bezahlen wollen.“
Bei den meisten Banken bedeutet dies in der Konsequenz der Auswirkungen und in Bezug auf Frauen im Topmanagement: oben? – Ohne!

Eine Diskriminierung hat Elli Planta während ihrer Laufbahn jedoch noch nie erfahren: „Ich hab mich immer nur selbst behindert. Ich wurde zugunsten meines Bruders enterbt, einem Bruder, der dann das ganze Familienvermögen verloren hat. Das hat meine Sicht auf die Männer sicherlich geprägt und ich bin sehr oft nicht sehr nett zu und mit Männern. Trotzdem: ich finde Männer geradezu hinreissend. Ausserdem sind drei meiner vier Kinder Söhne. Ich bin nicht gegen Männer, aber bis wir Frauen aufgeschlossen haben, ehrlich gleichberechtigt sind, bin ich erst einmal für die Anliegen der Frauen.“

Das Analysieren der Ist-Situation ist das eine. Etwas bewegen, um sich weiterentwickeln zu können, um nicht in dieser schön bequemen Opfer-Rolle zu verharren, ist das andere. So hat Elli Planta gleich einige Ansätze parat: „Frauen müssen lernen, sich zu trauen. Sobald sie dies tun, werden Männer nervös. Das muss man aushalten können, weil es nämlich gar keinen Spass macht, dass Männer einen nicht mögen. Und: Wir müssen lernen, solidarisch zu sein. Das fällt Frauen offenbar viel schwerer als Männern.“ Elli Planta zeigt sich jedoch überzeugt, dass die Zukunft weiblicher sein wird, dass testosteron-gesteuerte Handlungsweisen und Lösungen für die Probleme der Zukunft nicht mehr zeitgemäss sein werden. Nicht, dass sie für ein Matriarchat wäre, aber für ein partnerschaftliches Miteinander. „Das ist eine Kulturleistung. Anstrengend, langwierig, widersprüchlich. Aber wir werden sie leisten“, so Elli Planta abschliessend und versöhnlich.
Nun wollten wir es von drei exponierten Frauen in der Schweiz, dem Land der Banken, noch etwas genauer wissen. Was sie antreibt, motiviert, fasziniert, ärgert an ihrem Job und wie sie die Entwicklungen in den Märkten sehen. So sprachen wir mit Anja Roberta Peter, Leiterin des Eva-Programms bei der Bank Coop, Sita Mazumder, Professorin am IFZ Institut für Finanzdienstleistungen Zug der Hochschule Luzern, und der promovierten Expertin für Kapitalmarktentwicklungen, Dr. Fleur Platow.

Anja Roberta Peter über Frauenprogramme bei Banken und weshalb sie kaum gelebt werden
Die gebürtige Deutsche ist seit diesem Sommer Schweizer Staatsbürgerin und wohnt gleich um die Ecke des Luzerner Verkehrshauses. Anja Roberta Peter, Leiterin des Eva-Programms der Bank Coop und Verantwortliche der Bereiche Produkt- und Segmentsmanagement, Call Center und Sales Training & Development, ist wohl das, was man eine „untypische Bankerin“ nennen würde. Zwar stets elegant und chic im Auftreten, aber mit einem ansteckenden Humor und einer Lockerheit, die herzerwärmend ist. Die Frau mit den langen roten Haaren ist eben 40 geworden, „also inoffiziell 33 plus“ ergänzt sie flugs. „In dem Jahr, in dem ich in die Schweiz gezogen bin,  hat einfach alles funktioniert! Ich konnte tolle Dinge im Job machen und habe erst noch meinen Mann kennengelernt. Deshalb hab ich beschlossen, ab nun bin ich 33 plus!“ Und da ist es schon wieder, dieses Schelmische, das man bei Menschen, die stets schwarz gekleidet zur Arbeit erscheinen müssen, allzu oft vermisst. Die studierte Betriebswirtin hat als Filialleiterin der Dresdner Bank in Köthen den Aufbau Ost mitgestaltet. „Das war eine spannende Zeit. Sehr lehrreich!“, erzählt sie bereitwillig und schwärmt vom Pragmatismus der ostdeutschen Frauen, der sie so beeindruckt hat. Das bei der Bank Coop AG 2001 gegründete Eva-Programm unterliegt nun seit mittlerweile vier Jahren ihrer Führung.

Ladies Drive: Wieso wurde dieses Eva-Programm überhaupt ins Leben gerufen?
2001 wurde die Bank Coop an die Basler Kantonalbank verkauft. In der neu initiierten Strategie war unter anderem festgelegt, dass der veränderten Rolle der Frau in der Gesellschaft Rechnung getragen wird. Zudem existierte bei der Basler Kantonalbank mit „BKB-Lady-Consult“ eine erfolgreiche regionale Dienstleistung für Frauen, so dass wir auf diesen Erfahrungen aufbauen konnten. Bis vor vier Jahren lag der Schwerpunkt auf der internen Arbeit. Denn wir sind überzeugt davon, dass man etwas intern leben muss, bevor man es glaubwürdig nach aussen tragen kann. Das Eva-Programm ist eindeutig mehr als ein Marketinginstrument. Es ist eine Philosophie mit einem ganzheitlichen Betreuungsansatz.

Wieso brauchen Frauen ein Eva-Programm?
Männer und Frauen unterscheiden sich – zum Beispiel in ihren Entscheidungsprozessen.  Wichtig ist aus meiner Sicht, dass diese Unterschiede, egal wo Frauen oder Männer sich bewegen, erkannt und berücksichtigt werden. Dafür gibt es viele Beispiele: beim Autokauf, beim Kauf von Kleidung, bei der Beratung im Versicherungsbereich etc. Frauen haben hier auch auf Grund ihres anderen Life-Cycles oft andere Bedürfnisse. Es gibt von Renate Schubert, von der ETH Zürich, diverse Studien. In einer wurden Frauen zum Mysteryshopping in Zürichs Bankenwelt losgeschickt. Fazit: Frauen wurden von Männern von oben herab behandelt, sie waren keine Gesprächspartner „auf Augenhöhe“. Ich denke, man muss einfach erkennen, dass sich die Gesellschaft verändert. Businessfrauen gab es in dieser Form vor 40 Jahren ja noch nicht. Einfach noch eine spannende Zahl als Ergänzung zur wirtschaftlichen Power von Frauen: In Deutschland geben Frauen 950 Milliarden Euro pro Jahr aus .Es wäre wohl fahrlässig, wenn man Frauen als Entscheiderinnen ignorieren würde! In Europa sind 51% der Bevölkerung weiblich. Wenn man diese Zielgruppe ignoriert, hat man sicher irgendwann verloren. Und: reine Lippenbekenntnisse funktionieren nicht – in keiner Branche.

Gibt es ein Beispiel, wo es nicht funktioniert?
Sicher – eines ist von Hewlett Packard: Sie haben einen Ladies Laptop für Businessfrauen entwickelt. Wie sieht der wohl aus? Pink mit einem floralen Muster. Speicherkapazität und Gewicht sind unbefriedigend! Und dann öffne ich (in der Finanzbranche) in einem Meeting mit Männern meinen pinkfarbenen Laptop? Wie bitte? Das geht ja wohl gar nicht! Interessant ist ja auch, dass Frauenprogramme von praktisch keiner Bank richtig konsequent durchgezogen und gelebt werden. Entweder sind es interne „Gleichstellungsprogramme“ oder „Veranstaltungsprogramme“. Ich kenne auch international kaum eine, mit Ausnahme der Women’s Bank of Cyprus. Aber das entstand aus einer Mikrokreditgeschichte heraus. Da ist das Konzept anders, es ist keine Universalbank, Bank Coop hingegen schon.

Wie viele Kundinnen betreut Ihre Bank?
Mehr als die Hälfte unserer Kundschaft ist weiblich und das Eva-Programm ist allen Kundinnen zugänglich, es gibt keine Einschränkungen wie z.B. Mindestanlagewert. Wir bieten Newsletter, die auf die verschiedenen Lebensphasen von Frauen eingehen, Veranstaltungen, Pocket Guides mit Spezialthemen, z.B. Ehe- und Erbrecht, Anlagefibeln für Frauen, Netzwerkplattformen, wobei wir auch mit dem IFZ in Zug, BPW oder dem Verband Frauenunternehmen zusammenarbeiten.

Muss man Männern beibringen, dass Frauen anders ticken?
Ich glaube nicht beibringen. Aber man muss es sicherlich aufzeigen und sie dafür sensibilisieren. Frauen denken sehr vernetzt, deshalb wirken sie oft kompliziert. Was bei Männern in eine Schublade geht, geht bei Frauen in 20. Das kennt man ja auch z.B. vom Shoppingverhalten. Das sind komplett andere Muster.

Was bedeutet das für ein Beratungsgespräch mit einer Frau?
Frauen brauchen ein Vertrauensverhältnis zu einem Beratenden. Nur dann kann das Ganze Erfolg haben. Sie bewegen sich dabei auch viel schneller auf der Beziehungs- statt der Sachebene. Männer sind da sehr viel sachlicher und oft schneller. Die persönliche Ebene bietet indessen Anknüpfungspunkte für eine langfristige Vertrauensbasis.

Und wie versucht Ihre Bank das den männlichen Beratern mit auf den Weg zu geben?
Sie müssen lernen, sich in eine andere Identität hineinzufühlen, wie im Film von Mel Gibson, wo er die Fussnägel lackiert und Strümpfe trägt (nein, das probieren wir natürlich nicht wirklich aus). Aber statt: „Ich Banker = ich Kredit, ich Sparkonto“ sollte es heissen „Ich Banke r= ich Beziehungsmanager“.

Anja Roberta Peter klingt, als hätte sie sich vor 20 Jahren einen genauen Karriereplan zurechtgelegt, so selbstbewusst wie sie spricht und agiert. Doch weit gefehlt. Dass sie im Banking Sektor landen würde, hätte sie sich eigentlich nie gedacht. Nach ihrem Abitur ging sie nach London und hatte die Vision, Journalistin zu werden. Trotz fehlender Erfahrungswerte („Ich hatte noch nicht mal für eine Schülerzeitung geschrieben“) schrieb sie Bewerbungen auf hellgelbem, hellgrünem und hellblauem Papier und schickte diese auch ganz frech mal an die Times. Ein Kollege verschaffte ihr dann eine Stelle bei der Presseabteilung von Sky Channel. „Da hab ich gesehen, dass das ein spannendes, aber auch taffes Business ist“, so Anja Roberta Peter heute. So kam sie dann über ihr Wirtschaftsstudium in die Welt des Bankings – und ist heute sehr glücklich darüber, dass sie auf ihrem Weg, auf ihrer Karriereleiter, stets (männliche) Unterstützer gefunden hat. Probleme als Frau in der Finanzbranche? – „Nein! Als Querdenkerin hatte ich immer Vorteile und habe viel Goodwill erlebt.“

 

Fleur Platow: Die Expertin für Geldanlagen über die Geheimnisse der Märkte
Fleur Platow besass schon immer das vom Vater geerbte Talent fürs Schreiben, jedoch lange nicht das Interesse für die Welt der Finanzen. „Die Welt der schönen Künste war die meinige“, so Fleur Platow. Ihr Vater war der bekannte Hamburger Wirtschaftsjournalist und Herausgeber des „Platow-Briefs“, Robert Platow. Doch ihr Herz schlug vorerst für Literatur und Philosophie. So promovierte sie später in Wien im Fach Publizistik. Als sie dann keine Arbeitsgenehmigung in der Schweiz bekam, so wie sie sich das wünschte, nahm ihr Vater sie unter seine Fittiche, „um dieses unwillige Mädchen von der Faszination der Finanzwelt zu überzeugen“, sagt Fleur Platow mit einem breiten Lächeln. „Er hat die wichtigsten News aus der Zeitung ausgeschnitten, kommentiert und mir per Post zugeschickt, damit ich lernte, die Materie durch seine Brille zu interpretieren.“ Das hat gewirkt. Mit wachsendem Know-how gedieh auch die Liebe zu den Finanzmärkten. Nach dem Tod ihres Vaters übernahm sie gar seine Stelle als Korrespondentin für die „International Reports“, damals eine US-Tochter der Financial Times. Das ist nun 26 Jahre her. Heute ist Fleur Platow Referentin für diverse deutschsprachige Banken, Buchautorin und Consultant des Smart Ladies Investment Clubs, kurz SLIC. Ihre Mission: die Frauen in die Geheimnisse der Märkte einzuweihen und ihnen die Mechanismen zu zeigen, die Fallgruben und Chancen.

Fleur Platow, legen Frauen anders an als Männer oder ist das ein Vorurteil?
Frauen brauchen ziemlich lange für den Entscheidungsprozess und wollen auch wirklich verstehen, was sie sich da in ihr Portefeuille hineinpacken. Langfristige Aspekte, Umwelt, Soziales, wie verhält sich die Firma gegenüber den Angestellten, all das spielt tendenziell eine grössere Rolle als bei Männern. Es gibt eine Grundregel: je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Unbegreiflich, dass heute eine Tradingfirma mit dem Werbeslogan auftritt: Renditen sind wie Stöckelschuhe – je höher, desto besser. Man hat doch gesehen, was daraus geworden ist. Das war der Beginn des Desasters. Frauen kennen die damit verbundenen Gefahren.

Hat diese Zurückhaltung auch noch einen anderen Grund?
Durchaus. Frauen haben im Schnitt geringere finanzielle Reserven und verdienen weniger als Männer. Aber ich beobachte auch, dass Frauen mit einem gewissen Polster mindestens genau so zocken wie die Männer.

In den Zeitungen liest mal unendlich viel über die Gründe des Finanzdesasters. Haben Sie eine Erklärung für sich gefunden?
Es gab einen gnadenlosen Wettbewerb. Wenn eine Bank hohe Ziele für die Eigenkapitalrenditen setzte, mussten die anderen nachziehen, das ist der Fluch der Globalität. Natürlich spielt auch die  Unterschätzung der Risiken  eine Rolle für die Renditejagd. Die Wurzel des Übels liegt in den USA, weil dort die Banken Immobilien- und andere Kredite grosszügigst verteilt haben. Der Clou: Die Banken waren deshalb so spendabel, weil sie glaubten, die Risiken gar nicht mehr selbst tragen zu müssen. Sie haben die Kredite gebündelt, als Wertpapiere  verwurstet und in die ganze Welt verkauft, sodass andere Banken, Fonds und Investoren zum Handkuss kamen. Zusammengefasst sind es folgende Punkte: 1. exzessive Vergabe waghalsiger Kredite auf US-Immobilien- u.a Werte,
2. Entlastung der Bankbilanzen durch Emission von hoch rentierenden Wertpapieren auf diese Kredite, 3. gute Bewertung dieser Produkte durch Ratingagenturen, deren Auftraggeber meistens die analysierten Banken selber gewesen sind, 4. Absturz der Immobilienpreise in den USA und 5. wegbrechende Märkte für verschiedenste Kredit-Papiere und riesige Verluste und Zusammenbrüche der Banken, die solche Produkte in ihren Bilanzen hatten.

Wie kommen wir da wieder raus?
Ach, wir haben einen globalen Vertrauensverlust. Keine Bank traut der anderen, weil sie glaubt, die Partnerbank könnte demnächst in eine Schieflage geraten. Banken sind sehr aktiv im Interbankenmarkt, wo sie einander unbesicherte kurzfristige Kredite geben. Und eben dieses grosse Geschäft funktioniert nicht mehr. Nun horten sie entweder die Liquidität der Notenbanken oder stopfen damit ihre Löcher. Und wir haben darüber hinaus eine Vertrauenskrise der Anleger.

Was kann jeder Einzelne von uns in solch einer Situation tun?
Ich war diese Woche an einem Meeting, wo ein Finanzanwalt erzählte, dass er eben 140 kg Gold für einen Kunden in den Safe scheffeln und 2 Mio. Franken Cash dazulegen musste. Wir sind noch überhaupt nicht aus der Krise heraus. Wie man angeschlagenes Vertrauen wieder stabilisieren und erwecken kann, hmm, das weiss ich auch nicht. Wenn es eine Flucht auf die Kundendepots gibt, einen Exodus, wenn gewisse Banken wieder in Schwierigkeiten kommen, schliesse ich einen worst case nicht aus.

Sollen wir nun auch Gold kaufen, ist das Ihr Rat?
Längerfristig, meiner Meinung nach, ja.

Ist die Panik nicht auch herbeigeredet?
Die Finanzindustrie ist stark verkettet mit den Wirtschaftssektoren. Jetzt ist der Kreditmarkt im Herzen getroffen – der Obligationenmarkt ist in vielen Bereichen eingefroren, die Geldmärkte sind angespannt. Der solide Mittelstand hat zudem Probleme bei der Kreditaufnahme. Wenn Unternehmen keine Mittel mehr bekommen können, wird nicht mehr investiert, man baut weniger, es wird weniger konsumiert etc. Wobei in
der Schweiz die Verfügbarkeit von Krediten besser als anderswo ist. Die Kantonalbanken wurden mit Kundengeldern anderer Banken überflutet, denn die meisten haben eine implizite Staatsgarantie und sind noch grosszügiger bei der Kreditvergabe. Ich denke nicht, dass die Krise nur herbeigeredet ist. Die Kredite sind der Blutkreislauf der Wirtschaft und deren Leidensweg beginnt jetzt.

Eine Frage, Frau Platow: Gäbe es die Krise nicht oder weniger ausgeprägt, wenn mehr Frauen die entsprechenden Machtpositionen bekleiden würden?
Ich habe einem Credit-Suisse-Geschäftsleitungsmitglied die Frage nach der Diskriminierung der Frauen gestellt: Bekommen Frauen wirklich schlechtere Konditionen bei der Kreditaufnahme? Er hat gelächelt und gesagt: ,Denken wir doch mal an die Mikrokredite in den Schwellenländern. Frauen zahlen diese Kredite vollumfänglich und pünktlich zurück. Bei Männern ist das ein Desaster.‘ Frauen sind zuverlässiger, bedachter, sorgsamer, sozialer und ich denke, Frauen haben vom Instinkt her ein besseres Feeling bei der Risikoeinschätzung – das ist ja der ausschlaggebende Faktor für die aktuelle Krise.

Also, Frauen an die Macht?
Ja (lacht). Ganz sicher ist hier Potenzial vorhanden, das nicht ausgeschöpft ist. Wenn man sich ansieht, wie gering der Frauenanteil in Spitzenpositionen ist, liegt es auf der Hand. Frauen sind auch teilweise selbst schuld, weil sie sich oft die Frage stellen: Welchen Preis muss ich für meine Karriere bezahlen? Frauen neigen dazu, Lebensqualität, das Schöne im Leben, höher zu gewichten als Männer und planen daher ihre Laufbahn anders.

Geht beides nicht?
Kaum. Abends verzichte ich auf meinen Sport, den ich dringend brauche, auf einen Theaterbesuch, sage eine Einladung ab – das ist einfach so.

Wenn wir Karriere machen, müssen wir wie Männer sein – und wenn wir Frauen bleiben, schaffen wirs nicht bis ganz nach oben?
Könnte man so sagen, ja. Topkarrieren fordern Entsagungen. Meine Mutter war auch Geschäftsfrau und ich war immer traurig, wenn sie nicht zum Mittagessen zu Hause war. Das war ziemlich oft der Fall.

Welche Erinnerungen haben Sie sonst noch an Ihre Mutter?
Meine Mutter hat 1964 auf dem Automobilsalon Genf ein schönes Mercedes 280 SE Coupé gekauft. Genau das ausgestellte Modell wollte sie haben. Es steht heute bei mir in der Garage und wird gehegt und gepflegt. Diese Emotionen hab ich für diesen Wagen, weil es eine Erinnerung an meine Mutter ist. Ich würde dieses Auto nie, nie, nie verkaufen. Mein Vater fuhr übrigens nicht mal Auto …

Auch unsere dritte Gesprächspartnerin im Bunde liebt schnelle Fahrten in Autos. Sie liebt viele Dinge des Lebens – solche technischer Natur, aber auch ein kreatives Unternehmerumfeld. Das scheint auf den ersten Blick nicht so recht zu einer Professorin zu passen. „Ich komme aus einer Unternehmerfamilie und wollte eigentlich nie für den Staat arbeiten“, gibt sie lachend zu. Sita Mazumder liebt auch Schlösser und Burgen, das Mystische, renoviert und bastelt gerne. „Ich bin kein Prinzesschen“, sagt sie. Die studierte Ökonomin wollte eigentlich auch nie eine Doktorarbeit schreiben. Doch es kam anders. Was blieb, ist eine schier unstillbare Neugier und eine Energie, die ihresgleichen sucht. So forscht und doziert die zierliche Frau mit den indisch-französischen Wurzeln nicht nur an der Hochschule Luzern, sondern pflegt mit ihrer eigenen Firma „purple“ auch ihr eigenes Unternehmertum. Ihre Dienstleistungen reichen von Management Consulting bis zu Lifestyle Services.

Sita Mazumder: Die Dozentin und Projektleiterin über das Finanzgewissen der Frauen
Ihr wissenschaftliches Tätigkeitsfeld am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern – Wirtschaft bewegt sich im Bereich zwischen International and Corporate Management, Entrepreneurship, Diversity, Business & Law Ethics und Corporate Responsibility. Kurz gefasst, all den Facetten, die mit dem menschlichen Verhalten zusammenhängen. So schien sie uns genau die Richtige zu sein, um unsere Hypothese weiter diskutieren zu können.

Was denken Sie? Wären Frauen dieselben Risiken eingegangen, hätten sie ebenfalls nur an Boni gedacht und solch untransparente Gebilde geschaffen?
Auch ohne hier Studien zu nennen – ich bin 100%ig überzeugt, dass dieses Desaster mit einem stark höheren Frauenanteil nicht so eingetreten wäre. Frauen sind sehr klimatisch bedacht, eine Frau ist gewillt einen guten Job, einen hohen Bonus stehen zu lassen, wenn sie es mit sich selbst, mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren kann. Männer sind da sehr viel offener. Oft finden sie das Arbeitsklima zwar belastend – wenn jedoch das Salär oder die Karriereaussicht stimmt, dann nehmen sie auch widrige Umstände eher auf sich. Oft wurden Produkte verkauft, die man gar nicht verstand. Frauen stören sich daran, Produkte zu verkaufen, die sie nicht verstehen. Sogar Prof. Dr. Norbert Walter, der Chefökonom der Deutschen Bank, ein brillanter Kopf, meinte letzthin an einem Referat, er sei ihm so manches davon schleierhaft.

Gibt es demnach mehr als nur Marktschwingungen?
Ja. Wir haben heute eine Situation, die wir uns nicht vorstellen konnten oder wollten. Und es geht noch weiter: die Kreditkartenunternehmen. Das kommt auch noch auf uns zu. Wir haben heute eine Situation, die man in gewissen Aspekten mit der grossen Rezession vergleichen kann. Banken wie die UBS waren führend im Risikomanagement. Sie hatten die besten Köpfe in ihren Reihen, Mathematiker der ETH zum Beispiel und viele mehr, die Risikomodelle kreiert und Risiken auf hohem Niveau evaluiert haben. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet dieses Institut einmal „gerettet“ werden muss?!

Ist heute nichts mehr sicher?
Die absolute Sicherheit gibt es nicht, auch eine Staatsanleihe kann zu mull erklärt werden – alles schon passiert. Wir wissen nicht, was wir in einem Jahr wissen werden. Das darf man nicht aus den Augen verlieren. Wir alle machen Prognosen und wir alle können uns irren.

Was muss sich denn ändern?
Viele, viele Dinge. Schön wäre es, wenn es eine einzige, simple Antwort gäbe. Ich bin schon seit langer Zeit dafür, dass die Anreiz- und Entgeltsysteme unter die Lupe genommen werden müssen. Ebenso gilt es in Zukunft für die Unternehmen wieder, den Fokus stark auf das Humankapital und die Unternehmenskultur zu legen. Was sind das für Leute, die wo arbeiten? – Ich bin der Meinung, dass man in der Vergangenheit nicht immer die richtigen Leute an den richtigen Stellen hatte: Wenn man Haie anstellt, darf man sich nicht wundern, wenn man gefressen wird. Wir müssen einfach mal zurückkommen zu den Dingen, die wir uns wirklich leisten können und zu einem Wertesystem, das nicht auf Abriss ausgerichtet ist.

Das heisst, es muss sich die Unternehmenskultur ändern?
Nicht überall, aber in zahlreichen Bereichen resp. Unternehmen. Was ist die Motivation der Arbeitnehmer? Was die der Manager? Welche Werte werden gelebt? – Diese strukturellen Probleme können wir nicht innert Tagen lösen. Wir haben diese Brandherde über lange Zeit aufgebaut und es wird eine Weile brauchen, sie zu löschen.

Hat Sie das also nicht überrascht?
Jein. Mir waren gewisse Dinge immer ein Dorn im Auge. Ich diabolisiere nicht das Geld an sich – aber den Missbrauch. Handlungen müssen mit dem Gewissen vereinbar sein und mit im Rahmen eines Wertesystems  passieren. Bonus hin oder her. Dass das bisherige Geschäft in einigen bereichen auf die Dauer nicht gut gehen konnte, war für mich klar. Überraschend ist das Ausmass. Mein Kopf kann das nachvollziehen, aber emotional kann ich es kaum fassen. Ich denke auch nicht, dass dies in wenigen Monaten vorbei ist. Die Automobilindustrie kommt zunehmend unter Druck, da sind noch die Kreditkarten, die auch ziemlich brodeln – das sieht alles nicht sehr rosig aus.

Wie können wir diesen Tendenzen etwas Positives abgewinnen? Jammern nützt ja immer recht wenig …
Wir müssen zwei Schritte zurückgehen. Krisen und Umbrüche sind Möglichkeiten für Neuorientierungen, sich und sein Handeln zu überdenken und vor allem, daraus zu lernen. Das sind nicht die News, die man hören möchte, weil das bedeutet Anstrengungen und Aufwand. Egal ob Individuum oder Organisation – wir haben in solchen Ausnahmesituationen die Möglichkeit, etwas radikal zu ändern. Wenn das Geschäft gut läuft und alle zufrieden sind, ist es ungemein schwierig, grosse Änderungen umzusetzen. Wir alle müssen uns auf ein Konsum- und Investitionsverhalten zurückbesinnen, welches uns entspricht. Bewussteres Konsumieren und Investieren ist angesagt.

Wo liegen die Chancen für die Autoindustrie?
Ich bin kein Spezialist der Automobilindustrie, aber ich glaube, man wird innovativer: Wie kann ich den Markt bearbeiten? Wie kann ich andere Energieformen in die Palette bringen, Features und Designs ändern, um die Leute, den Markt wieder abzuholen? Wenn es uns gut geht, braucht es weniger Innovation, um erfolgreich Geschäfte zu machen. Wird der Markt eng, birgt dies Chancen, Neues zu kreieren. Ein schwieriger Markt heisst aber auch immer Konsolidierung. Gewisse Firmen überleben nicht oder schlecht. Das ist aber nicht unnatürlich. Eines meiner Lieblingsautos ist die BMW Isetta. Entstanden ist die Knutschkugel in der Nachkriegszeit und man hat damit den Markt mit einem kleinen und zahlbaren Auto abgeholt. Der Trend bei uns war doch in letzter Zeit: Immer grösser, immer teurer, immer luxuriöser. Ich für meinen Teil bin eine begeisterte MINI-Fahrerin und bleibe dabei.

Und wie kriegen wir die Boni in den Griff?
Das Argument bei den Boni ist ja stets: Wenn wir nicht solch hohe Boni zahlen, wandern uns die guten Leute ab. Man muss sich allerdings zwingend fragen: Sind dies denn die richtigen Leute und zieht man damit die richten Leute an? Die Frauen beispielsweise gehen eher dorthin, wo sich ihr Herz wohl fühlt, wo sie mit guten Leuten arbeiten können, wo sie einen Sinn in der Arbeit finden – finanzielle Aspekte sind Frauen durchaus gewillt dafür zurückzustellen.

Eigentlich ist diese Krise ja Gold wert für Ihre wissenschaftlichen Studien, nicht wahr?
Mein Herzblut ist bei den Themen, wo es um den Menschen und deren Verhalten geht – und da sind wir mittendrin. Auch Terrorismusfinanzierung, Geldwäscherei, Korruption sind – neben den Diversitythemen – Forschungsgebiete von mir. Natürlich geht es auch um Geldflüsse, aber um das gesamte Phänomen zu verstehen, ebenso um das menschliche Agieren. Geldflüsse allein zu analysieren bringt nichts. Man muss die Motivation, das menschliche Verhalten dahinter verstehen. Das ist das Faszinierende und zentral auch das Ausschlaggebende.

Sita Mazumder war 37, als sie im letzten Jahr den Titel einer Professorin erhielt. Sie verfügt unbestritten über einen überdurchschnittlichen Intellekt und eine steile Karriere. Nichtsdestotrotz gehört auch sie zu den Ladies, die empathisch, emotional geblieben sind, wenn sie auch gelernt hat, sich durchzusetzen. „Man muss deshalb nicht automatisch hart werden“, meint Sita Mazumder und schliesst an: „Frauen krebsen eher mal zurück, wenns kompliziert wird. Eine gewisse Hartnäckigkeit würde uns gut stehen.“

Die Finanzkrise birgt also auch für Frauen eine grosse Chance. Frauen, die mit ihrem Empathievermögen überlegtere und nachhaltigere Risikoeinschätzungen vornehmen und gleichzeitig intelligente und durchaus rationale Entscheidungen treffen können.
Trauen wir es uns doch einfach mal zu.

Linklist:

 

www.bankcoop.ch
www.purpleandyou.com
www.competence-site.de
Kompetenznetz – Frauen in der Finanzbranche: Für die Etablierung einer neutralen branchenspezifischen Plattform für Frauen in der Finanzbranche, die den Austausch von Informationen, Erfahrungen und vor allem von Kontakten ermöglicht.
www.kvschweiz.ch
Studie über die Situation von Frauen in Banken und Versicherungen in der Schweiz
www.frauenvorsorge.ch

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