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DER GROSSE ONLINE-LÜGEN-TEST

Die Lüge, ihre Geschichte, ihre Entstehung und Auswirkungen sind weltweit ein spannendes, vor allem aber auch ein wissenschaftliches Thema für die Forschung. Die Fakten sind faszinierend und stimmen durchaus nachdenklich: Pro Tag wird jeder Mensch im Schnitt 200 Mal angelogen. Die Mehrheit dieser Lügen sind sogenannte Höflichkeitslügen beispielsweise Phrasen wie „Du siehst aber gut aus!“, „Tolle neue Jacke!“, „Wie war Dein Urlaub? und „klar möchte ich die Bilder sehen…“, oder „Sorry für die Verspätung, der Verkehr war heute die Hölle!“. Im Grunde ist diese Art der Lügen nicht wirklich schädlich. Man äußert sie, um das Gespräch am Laufen zu halten, eine gemeinsame Basis herzustellen oder die eigene Verlegenheit bzw. Fauxpax zu überspielen.

Schwerer hingegen wiegen die geschätzt etwa zehn gefährlichen Lügen, mit denen wir pro Tag konfrontiert werden, da sie unsere Entscheidungen im Privatoder Geschäftsleben massiv beeinflussen können. In Kenntnis der Wahrheit würde die eine oder andere Entscheidung anders ausfallen. Ganz genau aufpassen sollte man daher bei folgenden Aussagen:

„Ich habe drei weitere Käufer für das Haus – Sie müssten sich sofort entscheiden!“
„Das ist unser letztes Angebot. Mehr ist leider nicht möglich.“
„Genau diese Fähigkeiten benötigen wir in unserer Firma, ich leite Ihre Unterlagen gerne an die Personalabteilung weiter, Sie hören dann von uns.“
„Das sind sehr vielversprechende Wachstumswerte. An Ihrer Stelle würde ich mit einer größeren Summe investieren!“
„Schatz, ich bin noch in Düsseldorf, das Geschäftsessen dauerte länger. Ich übernachte hier und komme dann morgen nach Hause.“

Die Erkenntnisse aus den USA und aus einer britischen Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Halle zeigen auf, wie es um die Moral der Menschen bestellt ist.
– Jeder 4. Amerikaner findet es in Ordnung seine Versicherungsgesellschaft zu betrügen.
– 30% aller Bewerbungsschreiben enthalten gefälschte Angaben oder Dokumente.
– Es ist gang und gäbe, dass deutsche Mitarbeiter heimlich Büromaterial entwenden.
– Mängel beim Verkauf von Häusern oder Gebrauchtwagen werden einfach verschwiegen.
– Das eigene Verhalten wird oft als Reaktion auf mangelnde Wertschätzung oder unfaire Bedingungen in Gesellschaft und Wirtschaft gerechtfertigt.
– Durch Täuschungen und Betrug entsteht allein in den USA ein Schaden in Höhe von 994 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Leben wir in einer so unehrlichen Zeit? Sind wir Menschen heute weniger vertrauenswürdig als früher?

Das ist eher unwahrscheinlich. Das menschliche Wesen hat sich im Laufe der Evolution kaum verändert. Die Kunst des Lügens scheint somit fest im Gehirn des Menschen verankert zu sein. Doch im Zeitalter einer globalen Welt, in der pro Tag 210 Milliarden E-Mails versendet werden, sich Informationen sekundenschnell auf der ganzen Welt verbreiten und direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht immer seltener wird, gibt es einen immer größeren Nährboden für Täuschungen und Betrügereien.

Lügen sind hochemotionale Konstrukte, die das Blut in Wallung bringen und Angst vor Aufdeckung und Bloßstellung schüren. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass Wissenschaftler, welche sich für gewöhnlich auf objektive Kriterien verlassen, bei diesem Thema Indizien in der Mimik, Gestik, Stimme, Sprache und der emotionalen Ebene nutzen, um Lügen aufzudecken. Es ist möglich, anhand der oben genannten Indizien der Lüge auf die Spur zu kommen und die Wahrheit dahinter zu entschlüsseln.

Im Moment werden ca. 50% der Lügen erkannt. Das ist ein in etwa so zuverlässiges Ergebnis, als wenn Sie eine Münze werfen. Mit dem folgenden Test haben Sie die Möglichkeit Ihr theoretisches Wissen im Thema Lüge zu überprüfen.

Viel Erfolg!

Beantworten Sie die folgenden 15 Fragen und schauen Sie, wie es um Ihre Lügendetektor-Fähigkeiten bestellt ist. Es können auch mehrere Antworten pro Frage richtig sein.

1. Woran kann man Lügen erkennen?
a) Mimische Veränderungen im Gesicht
b) Veränderungen in der Körpersprache
c) Veränderungen in der Tonalität der Stimme

2. Warum lügen Menschen?
a) Um sich besser darzustellen
b) Um ihre Privatsphäre zu schützen
c) Um andere Menschen zu schützen
d) Um unangenehmen Situationen zu entfliehen und Konfrontationen zu vermeiden
e) Aus Angst vor Strafe
f) Um sich einen Vorteil zu verschaffen
g) Um anderen bewusst zu schaden

3. Ist die Lüge/Täuschung ein rein menschliches Thema?
a) Ja, nur der Mensch kann lügen.
b) Nein, Tiere lügen auch.
c) Pflanzen verschaffen sich ebenfalls durch Täuschungen Vorteile.

4. Mit welcher Mimik werden fast alle negativen Emotionen/Lügen überspielt?
a) Mit einem Augenbrauenheber
b) Mit dem sogenannten sozialen Lächeln
c) Mit einer gerunzelten Stirn

5. Jemand der Sie absichtlich täuschen möchte …
a) … sucht den direkten Blickkontakt
b) … weicht Ihrem Blick aus

6. Welchen Informationsquellen sollten Sie im Täuschungsfall eher glauben?
a) Dem gesprochenen Wort
b) Der Körpersprache
c) Der Mimik

7. Wenn ein Mensch in der Einleitung seiner Geschichte sagt „Ich schwöre bei Gott…“, „Um ehrlich zu sein…“,  „So mal unter uns…“ bedeutet das, dass …
a) … er die Wahrheit sagt und diese mit solchen Einleitungsfloskeln untermauert.
b) … dies ein Indiz dafür ist, dass er nicht ganz aufrichtig ist oder wesentliches verschweigt.

8. Menschen, die sich der Lüge bedienen, blinzeln häufiger und neigen in dieser Situation zu vergrößerten Pupillen.
a) Trifft zu
b) Ist Quatsch

9. Wenn ein Mensch lügt, erhöht sich die Körpertemperatur um die Nase herum, was ihn dazu veranlasst an seine Nase zu greifen.
a) Stimmt
b) Stimmt nicht

10. Woran erkennen Sie bei einer Lügengeschichte, dass sie frei erfunden ist?
a) Sie wird zu detailreich geschildert.
b) Sie wird zu wortkarg vermittelt.
c) Es gibt viele Füllworte wie „ähm, äh, also…“.

11. Lügen ist ein Phänomen der heutigen Zeit.
a) Die neuen Medien wie Telefon/WhatsApp/Mail/Skype erleichtern dies.
b) Nein, es wurde immer schon gelogen und getäuscht. Beweise gibt es in der Bibel und bei alten Höhlenmalereien.
c) Nein, die Lüge wird benötigt, um ein soziales Leben überhaupt möglich zu machen.

12. Woran erkennen Sie ein echtes Lachen?
a) Sobald die Mundwinkel nach oben gehen, ist dies ein Indiz für ein echtes Lachen.
b) Der sogenannte Orbicularis Ocoli, der Augenringmuskel, zeigt als einziges Indiz an, ob das Lachen echt ist,
c) Ein echtes Lachen kommt schnell ins Gesicht.

13. Wie ermittelt ein Lügendetektor, ein sogenannter Polygraph, ob das Gesagte stimmt?
a) Er misst die Herzfrequenz der befragten Person.
b) Er misst die elektrische Aktivität im Gehirn.
c) Er misst Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz und Transpiration des Befragten.

14. Welche der sieben Basisemotionen, die sich weltweit überall gleich in der Mimik abzeichnen, ist asymmetrisch?
a) Wut
b) Freude
c) Überraschung
d) Verachtung
e) Ekel
f) Trauer
g) Angst

15.Was ist die am meisten durchgeführte Lüge/ Täuschung pro Tag?
a) Das soziale Lächeln
b) Die Frage „Wie geht es Dir?“
c) Komplimente wie „Du siehst aber gut aus!“

HIER DIE AUFLÖSUNG

1. a, b und c: Der Mensch agiert immer mit den drei Kanälen Mimik, Körpersprache und Stimme, so dass sich sowohl Wohlbefinden, als auch Unwohlsein und die Lüge auf diesen Kanälen zeigen.
2. a-f: Menschen lügen aufgrund all der aufgeführten Gründe. Grob kann man die Motive in zwei Lager einteilen: offensive Motive, um sich ins bessere Licht zu rücken und defensive Motive, um sich und andere zu schützen.

3. b und c: Tiere lügen auch, um sich Vorteile zu verschaffen. Pflanzen locken unter Vortäuschung falscher Tatsachen Bienen an, um bestäubt zu werden. Sie sehen, die Täuschung/Lüge ist ein allgemeingültiges Thema!

4. b: Fast alle negativen Emotionen werden mit dem sogenannten sozialen Lachen überspielt. Dieses kommt langsam ins Gesicht, es werden lediglich die Mundwinkel hochgezogen, der Mund bleibt nahezu geschlossen. Mit dieser Geste wollen wir unsere wahren Empfindungen verdecken.

5. a: Es ist ein Ammenmärchen, dass Menschen, wenn sie bewusst lügen, aus dem Blickkontakt herausgehen. Viele wissen um diese Annahme und gehen erst recht in den Blickkontakt. Bei Menschen, die selten lügen oder auch bei Kindern kann es der Fall sein, dass diese dem Blick des anderen ausweichen.

6. b und c: Die Zunge kann lügen, der Körper nie! Der sogenannte Neocortex, das denkende Gehirn, lässt uns Dinge aussprechen, die nicht der Wahrheit entsprechen, der Körper und die Mimik reagieren allerdings echt.

7. b: Es sollte Sie stutzig machen, wenn ein Mensch plötzlich mit Schwüren oder Einführungen wie „mal ehrlich…“ agiert. Gehört dies allerdings zu seinem normalen Sprachgebrauch, so sollten Sie den Floskeln nicht allzu viel Bedeutung beimessen.

8. a: Da wir Menschen das vegetative Nervensystem nur schwer beeinflussen können, zeigt sich in der Blinzel-Aktivität und in der vergrößerten Pupille, dass etwas den Menschen bewegt, er sich nicht wohlfühlt, was u. U. auf eine ausgesprochene Lüge zurückzuführen ist.

9. a: Jedes Gefühl entsteht in dem dafür zuständigen Gehirnareal, welches dann Muskelkontraktionen und Blutfluss auslöst. Beim Lügen steigt also auch die Gehirnaktivität und damit auch die Gesichtstemperatur, besonders im Augen-/Nasenbereich. Forscher der Universität Bradford entwickelten einen Lügendetektor gekoppelt mit einer Wärmebildkamera, der winzigste Temperaturveränderungen aufdeckt. Die Trefferquote liegt bei über 70%. Wahrscheinlich liegt es an dieser Temperaturveränderung, dass wir im Falle der Lüge häufig an die Nase bzw. in den Augenbereich greifen.

10. a, b und c: Grundsätzlich ist es beim Aufdecken von Lügen sehr wichtig, das normale Verhalten einer Person zu kennen oder im Vorfeld zu beobachten. Es gibt auf jeden Fall große Abweichungen vom „Normalverhalten“. Beispielsweise wird eine Person, die sonst sehr wortkarg erzählt, plötzlich mitteilsam und agiert so umgekehrt. Füllworte sind immer Indizien, dass Ihr Gegenüber nachdenkt, was er jetzt wohl sagen könnte bzw. sich eine kleine Geschichte im Kopf zusammenschustert. Füllworte dienen immer dem Zeitgewinn.

11. a, b und c: Forscher sind sich einig, dass die neuen Medien die Menschen dazu animieren, zu schummeln, zu täuschen und nicht immer die Wahrheit zu sagen. Menschen scheinen schon immer getäuscht und gelogen zu haben. In der Bibel, Buch Genesis, bringt Kain Abel aus Eifersucht um und belügt Gott über dessen Verbleib. Eine 17.000 Jahre alte Höhlenmalerei in den Pyrenäen stellt Jäger dar, die Felle und Hirschgeweihe tragen, um sich einer Herde getarnt nähern zu können. Wahrscheinlich ist ein Leben ohne Lüge nicht möglich. Sie sichert den sozialen Umgang miteinander. Wenn wir immer sagen würden, was wir denken…oh je…. _

12. b und c: Erst wenn der Augenringmuskel gerunzelt ist, das Lachen schnell ins Gesicht kommt, ist es echt! Sie können es ganz einfach identifizieren, indem Sie die Mundpartie des Gegenübers virtuell abdecken. Passiert oberhalb der Wangenlinie nichts, ist das Lachen nicht echt. Die Augen-/Stirnpartie ist übrigens die emotionalste und die ehrlichste!

13. c: Der Polygraph überprüft die Veränderung der Organfrequenzen. Sobald es dort eine Erhöhung gibt, sind dies Indizien, dass Ihr Gegenüber sich in der Situation nicht wohlfühlt und womöglich lügt. Polygraphen sind aufgrund ihrer Ungenauigkeit in Gerichtsälen nicht mehr zugelassen.

14. d: Verachtung ist die einzige Emotion, die asymmetrisch verläuft, sprich sie bildet sich nur in einer Gesichtshälfte ab. Meistens ist dabei der Oberlippenheber aktiv: Er zieht einen Mundwinkel nach oben und zeigt so kurz die Zähne, was einem Zähnefletschen gleicht. Dabei ist das Kinn nach oben gezogen und verdeutlicht damit, dass man sich über den anderen setzt.

15. a und b: Die meist genutzte non verbale Lüge ist das soziale Lächeln. Wir lächeln den Nachbarn an, den Chef, die verhasste Kollegin, lächeln über platte Witze und Sprüche und kompensieren unsere negativen Emotionen damit. Die Frage „Wie geht es Dir?“ nutzen wir als Smalltalk-Einstieg, interessieren tut uns das Befinden unseres Gegenübers nur selten.

Das 2-Tagesseminar „Ich weiss wenn Du lügst, so einfach entlarven Sie Lügner“ in Zürich kann Ihre Lügenkompetenz um 20-30% verbessern. Mehr unter www.tatjanastrobel.com

»Ein Jedermann lügt – an jedem Tag, zu jeder Stunde, wach und im Schlaf, in seinen Träumen, in Freude und in Trauer; und wenn er seine Zunge still hält, werden seine Hände und Zehen, seine Augen und seine Haltung eine Täuschung vermitteln.«
Mark Twain (1835–1910)

 

Von Bestseller Autorin Tatjana Strobel

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