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CINQUE TERRE IN 3 TAGEN

lld01_03-1Die besten Autostrecken
Unser Ausflug sollte uns an drei Tagen, denn mehr Auszeit konnten wir uns nicht gönnen, nach Norditalien, genauer gesagt nach Cinque Terre führen. Getreu dem Motto „der Weg ist das Ziel” liessen wir uns von Beginn an Zeit und erreichten das Tessin über den San Bernardino Pass. Von dort aus ging es weiter auf die Autobahn Richtung Mailand, Parma und schliesslich nach La Spezia. In den frühen Abendstunden schlängelten wir uns die steilen Strässchen nach Cinque Terre hinauf und hinunter bis wir endlich in Manarola eintrafen. Wie fast überall in Cinque Terre hiess es hier: Wer in die Stadt hinein möchte, dann doch bitte zu Fuss, denn hier ist das Leben downtown verkehrsberuhigt. Zu Fuss schleppten wir unsere Köfferchen also zum Bed&Breakfast Place La Torretta, mitten in der Altstadt von Manarola. Der junge Chef empfing uns mit Gebäck und einem Latte Macchiato auf dem Zimmer und zeigte uns stolz die design-orientierte Inneneinrichtung. Am nächsten Morgen erstaunte uns der Blick von der Hotelterrasse in den kleinen Hafen von Manarola nicht schlecht – gebirgig in einem engen Tal gelegen, schachtelten sich die Häuser um und neben uns herum auf seltsamste Art und Weise. Und ein anschliessender Ausflug runter zum Hafen machte uns klar, wo wir gelandet waren: In einem Italien der 50er oder 60er Jahre. Stillgestanden, wie ein verwunschenes Schloss, zeitlos schön, wo sich ein gemächliches Leben abspielt, in welchem überall Limoncello angeboten wird und wo man sich den zauberhaften Sonnenuntergang zusammen mit Fremden aller Nationalitäten ansehen möchte und sie dabei noch anlächelt. So ist Manarola.
Text: Sandra-Stella Triebl

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Unser Ausflug sollte uns an drei Tagen, denn mehr Auszeit konnten wir uns nicht gönnen, nach Norditalien, genauer gesagt nach Cinque Terre führen. Getreu dem Motto der Weg ist das Ziel liessen wir uns von Beginn an Zeit und erreichten das Tessin über den San Berardino Pass. Von dort aus ging es weiter auf die Autobahn Richtung Mailand, Parma und schliesslich nach La Spezia. In den frühen Abendstunden schlängelten wir uns die steilen Strässen nach Cinque Terre hinauf und hinunter bis wir endlich in Manarola eintrafen. Wie fast überall in Cinque Terre hiess es hier: Wer in die Stadt hinein möchte, dann doch bitte zu Fuss, denn hier ist das Leben Downtown verkehrsberuhigt. Zu Fuss schleppten wir unsere Köfferchen also zum Bed&Breakfast Place La Torretta, mitten in der Alstadt von Manarola. Der junge Chef empfing uns mit Gebäck und einem Latte Macchiato auf dem Zimmer und zeigte uns stolz die design-orientierte Inneneinrichtung. Am nächsten Morgen erstaunte uns der Blick  von der Hotelterrasse in den kleinen Hafen von Manarola nicht schlecht – gebirgig in einem engen Tal gelegen schachtelten sich die Häuser um und neben uns herum auf seltsamste Art und Weise. Und ein anschliessender Ausflug runter zum Hafen machte uns klar, wo wir gelandet waren: In einem Italien der 50er oder 60er Jahre. Stillgestanden, wie ein verwunschenes Schloss, zeitlos schön, wo sich ein gemächliches Leben abspielt, in welchem überall Limoncello angeboten wird und wo man sich den zauberhaften Sonnenuntergang zusammen mit Fremden aller Nationalitäten ansehen möchte und sie dabei noch anlächelt. So ist Manarola.

Also verbrachten wir den ersten Tag, angezogen von dieser Leichtigkeit des Lebens, die fast ein bisschen schwermütig wirkt und den herrlichen Hügeln mit ihren biblischen weissen Figuren, welche durch ihre Grösse selbst im Mondenschein leuchten, als wäre man in ein Märchenbuch gefallen. In Manarola wirkt sogar der Friedhof wie die Terrasse eines Wellnesshotels. Weil es uns im La Torretta so gut gefiel, erwählten wir es zu unserem Ausgangspunkt für den zweiten Tag und damit weitere Ausflüge nach Cinque Terre. Das Ziel an Tag 2 hiess: Monterosso, Corniglia und Vernazza. Monterosso war unser erster Halt und der lebende Beweis dafür, dass hier noch noch richtig Leben herrscht. Während Manarola und Corniglia in einem Dornröschenschlaf zu versinken scheinen, ist Monterosse fast schon der „Place to be“ in Cinque Terre. Zahlreiche Ristorante, Cafés und Lebensmittelgeschäfte laden zum Verweilen und Einkaufen ein. Letzteres taten wir mit Hingabe, wurden wir doch gleich mit mehreren Gläsern Rot- und Weisswein zum Verweilen in einem Delikatessengeschäft angehalten. Gesalzene Kapern, Olivenpaste, Gewürze und Olivenöle gehörten zu unseren neuen Errungenschaften – die Weine liessen wir dann doch sein, war doch etwas viel Säure zu beklagen. Nach einem Teller fritierter Sardellen und einem weiteren Gläschen saurem Weisswein machten wir uns auf nach Corniglia. Auf einem Felsen, 80m über dem Meer gelegen, finden wir ein weiteres verschlafenes Dörfchen voller Poesie und Wärme. Wohl kaum an einem anderen Ort in Cinque Terre geniesst man eine solche Aussicht wie in Corniglia. Restaurants sind vereinzelt zu finden – aber ein Hotel sucht man hier umsonst. So bewegen wir uns weiter über verschlungene Wege, engste Strässchen und Kurven hinüber und hinab nach Vernazza. Wiederum zu Fuss erreichen wir den Stadtkern. Auf einer Halbinsel gelegen, kuschelt sich das Dorf in die steile Küste Liguriens hinein und bietet mit seinen alten Burgtürmen einen berauschenden Anblick. An der Hafenpiazza tummeln sich Ausflügler, Naturliebhaber und ganze Familien, die vom hektischen Leben in Genua Zuflucht suchen. Nach einem Spatziergang durch die architektonische Schönheit von Vernazza schrauben wir uns in unserem Auto wieder die steilen Strässchen hoch, um nur wenige Kilometer weiter wieder Richtung Manarola hinterzutauchen, in eine Welt voller Zitronenbäume und pastellfarbenen Schachtelhäusern. Wer Ruhe sucht und nur wenig Zeit hat von der Arbeit fernzubleiben  – in einem der zauberhaften Städtchen in Cinque Terre gelingt einem das sogar in weniger als drei Tagen, sich zur Gänze zu entspannen.

Absolut empfehlenswert ist hier auch die Wanderstrecke der Steilküste entlang von Manarola bis nach Corniglia oder dann eine romantische Zugfahrt entlang der ligurischen Küste.

Auf nur 9 Kilometern Länge findet man in viel Erholung und Musse sowie Natur pur. Die Wanderwege führen einen über uralte Pfade hoch über dem Meer durch Olivenhaine, Weinreben und Zitronenplantagen. Hier sei allerdings eine Warnung angebracht:Wer während der Saison hier wandert, kann sich auf reichlich viele Mitstreiter einstellen – auf einer der beliebtesten Wanderstrecken zwischen Riomaggiore und Monterosso muss sogar Eintritt bezahlt werden. Ein Nationalpark umfasst die Cinque Terre – die Regierung hat den Park zum Schutze der 5 Gemeinden eingerichtet. 1997 wurde der Nationalpark zum Unesco Weltkulturerbe ernannt. Entsprechend gross ist also der Andrang.

Zu Beginn von Tag 3 treffen wir die Entscheidung, aus Zeitnot das Dorf Riomaggiore auszulassen und direkt der Küste entlang Richtung Genua aufzubrechen. Gut 100 Meter oberhalb des Metersspiegels führen die Strassen einen zu einem weiteren erwähnenswertem Ort: Moneglia. Erwähnenswert aufgrund der abenteuerlichen Fahrt durch die nur einspurig befahrbaren ehemaligen Eisenbahntunnel, die vor und nach Moneglia den Weg säumen. Hier ist Geduld und Musse angebracht, denn die Strasse wird lediglich im Viertelstundentakt geöffnet.

So geht es also über Moneglias Strassen über Sestri Levante Richtung Genua, wobei bei Rapallo noch ein Abstecher ins weltberühmte Portofino möglich wäre. Zumindest für all jene, die dem Touristenstrom, der dort nie abzubrechen scheint, trotzen mögen. Über malerische Strassen, Hügel und Küstensträsschen gelangt man schliesslich in die Metropole Genua mit seinen Massen an aufgetürmten gelblich weissen Häusern mit den dunklen Dächern und dem Geruch einer grossen Hafenstadt.

Bei unserer Fahrt hielt uns nach den szenischen und verschlungenen Wegen in Cinque Terre nicht allzu viel in der hektisch wirkenden Grossstadt Genua. So entschieden wir uns, lieber über die Autobahn zurück nach Como zu fahren, um uns dort wieder ums leibliche Wohl zu kümmern. Doch in Como angelangt, der nächste Kulturschock: Massen an Menschen, die sich, flanierend und suchend Ausschau haltend nach Hollywood-Beau George Clooney, durch die engen Gassen schieben. So fiel der Entschluss leicht, sich wieder auf menschenleere Nebenstrassen zurückzuziehen. Unser Weg führt uns dem linken Seeufer des Comersees entlang bis nach Ardegno, wo wir die Chance ergriffen, über kleinste Gebirgssträsschen und dem winzigen Grenzübergang auf der Strasse von Valmara Via Confine zurück nach Lugano zu finden. Hungrig erreichten wir Bissone, wo wir ein gemütliches Abendessen im Ristorante Ticino genossen. Hätte uns der Hunger nicht so getrieben, wären wir wohl noch im idyllischen Grotto al Ritrovo 700m über dem Lago Maggiore eingekehrt, das über Brione und das Val Resa von Minusio oder Locarno aus erreichbar ist und eine herrliche Aussicht ins Tal bietet und  die perfekteste Polenta anbietet, die man sich wünscht.

In der Nacht von Tag 3 fielen wir, bestens erholt, in unsere heimischen Betten. Mit Erinnerungen an ein Italien wie in einem schwarz-weiss Spielfilm mit Gina Lollobrigida. Cinque Terre ist ein Ausflug Wert und mit einem sportlich wendigen Automobil herrlich zu geniessen.

www.parks.it
www.cinqueterre.it
www.5terre.de
www.cinqueterre.com
www.torrettas.com
www.ritrovo.ch

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