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THE BRANGELINA OF THE ROAD

TECHART-MagnumTECHART MAGNUM

Wenn Sie bislang „Magnum“ eher mit einem Eis am Stiel assoziiert haben, geben wir Ihrem Gehirn wieder etwas neue Nahrung. Magnum. Was für ein Auto! Es ist eigentlich viel zu unvernünftig, viel zu gross, viel zu wertvoll, viel zu luxuriös, viel zu auffällig, viel zu schnell. Irgendwie scheint sich ein Magnum nicht an Superlativen zu halten. Er schreit nach etwas Grösserem.

Wenn man einem Magnum das erste Mal gegenübersteht, ist es, als würde man in Sibirien zum ersten Mal einen hungrigen Braunbären antreffen. Ein Magnum ist ungefähr das Gegenteil eines Mauerblümchens. Er ist eher so was wie eine Fleisch fressende Pflanze. Wo er ist, ist man. Eigentlich müsste der Satz richtig heissen: wo er ist, ist Mann. Mit Kamera, iPhone, Blackberry bewaffnet strömen insbesondere junge Männer jeglichen Alters und Parteizugehörigkeit aus allen Himmelsrichtungen zusammen, wieseln um den Techart, suchen das Gespräch mit dem vermeintlich männlichen Besitzer und blicken sich, wenn sie eine Frau ohne männlichen Begleiter erspähen, verdutzt und suchend um. Als würden sie sagen wollen: „Ja, aber irgendwo muss er doch sein! Der Typ, dem der Magnum gehört.“ Einer Frau traut man solch ein Gefährt wohl so gar nicht zu. So viel Aufmarsch bei jeder Tankfüllung ist aber wohl geschlechterunabhängig anstrengend. Während man das Schauspiel beim ersten, zweiten Mal noch schmunzelnd verfolgt, sucht man spätestens beim zehnten Mal erfolglos Deckung. Watzlawick sagte einst doch sehr schön: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Ich wusste immer, meine drei Semester Linguistik würden sich irgendwann auszahlen!) Nein, nein. Wer Magnum fährt, ist der Grösste auf der Strasse. Abgesehen von den paar 40-Tonnern, die rein schon fürs Auge weniger hergeben.

„Ist das ein Porsche?“ – Irgendwann kann man die Antwort im Schlaf: „Nein. Es ist ein Techart. Drunter steckt ein Porsche Cayenne Turbo.“ – Techart kauft die Autos nämlich bei Porsche, um sie dann komplett auseinanderzubauen, zu veredeln (zum Beispiel mit einer Kohlefaser-Motorhaube, Frontspoilern, Doppelscheinwerfereinheit, die einen aussehen lassen wie ein Alien, einer Heckschürze mit integriertem Diffusor [ok ok, ich als Frau kenne das primär vom Föhn], Dachspoiler etc. etc.), bis man so viel verändert hat, dass der Phoenix aus der Asche als eigenständige Marke wieder in den Verkauf gebracht werden darf, denn Techart gilt nicht als „Tuner“, sondern als „Hersteller“.

Geht nicht, gibts nicht ist hier eine Selbstverständlichkeit. Unsere Testversion mit espressobraunem Leder wurde von Techart mit weissen Ziernähten versehen, sodass wir als gepflegte Fashionista uns wünschten, solche Schuhe oder solch eine schön genähte Handtasche sein Eigen nennen zu dürfen (doch das gibts bei Techart sicher als Sonderausstattung dazu). Darin zu sitzen und über die Strassen zu fliegen, ist unbestritten ein Erlebnis. Mehr Auto geht beim besten Willen nicht!

„Heiligs Blechle“, entfährt es einem jungen Mann, den wir auf einer Raststätte nahe Stuttgart treffen und dem wir es nicht abschlagen konnten, die Motorhaube zu öffnen. Dieser Satz verrät Ihnen eigentlich gleich zwei Dinge: Wir sind nette Menschen. Und: Wir sind den Magnum auf der deutschen Autobahn gefahren. Quasi volle Pulle. Nein, wir sagen Ihnen nicht, wie weit die Tachonadel sich nach Süden drückte. Aber wir sagen Ihnen, wie viele Tankstopps wir einlegen mussten für unsere Reise: Es waren einige! Aber wie ich bereits eingangs erwähnte, ist ein Tankstopp ja ein soziales Ereignis. So erlebt man mit einem Magnum auf und neben der Strasse so allerhand.

DAS FAZIT:  Mein Mann meint: Der Magnum ist ein Auto für gut aussehende Reisende. Denn man wird überall und ständig fotografiert (ob man will oder nicht) und es könnte durchaus auch vorkommen, dass eines dieser Fotos auch mal in einem Archiv für Verkehrssünder auftaucht. Denn trotz der Masse des Magnum schiesst er einen in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Diese Power ist nur mit viel Selbstkontrolle und Zen-Ruhe in Griff zu kriegen. Es ist ein Auto für Individualisten, die nicht von der Stange kaufen wollen und die die technische Perfektion eines deutschen Automobilbauers schätzen.

Ich als Frau sage nur eines: Der Magnum ist die Brangelina der Strasse! «

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