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BARFUSS INS PARADIES

PilotsACHTUNG: GEWINNSPIEL AM ENDE DES BERICHTS

One Way Ticket auf die Malediven
Präsentiert von Legends Travel

Es ist ein ach so grauer Herbstabend, als ich mich aufmache, unsere auf den Malediven gesammelten Reiseeindrücke in Worte zu packen. Es ist längst dunkel und der Nebel hängt tief über der Landschaft, hüllt sogar die Strassenlaternen in fahles, Watte gepacktes Licht. Der kalte Ostwind weht nun auch noch die letzten bunten Herbstblätter von den Bäumen.
Ich blättere durch meine zahlreichen Notizen. Um mich aber in die richtige Schreibstimmung zu versetzen, hole ich alles in meine Nähe, was ich mit unserer Malediven-Reise in Verbindung bringen kann: Sonnencreme, frische Mangos … hm … mit dem Rest wirds dann eher schwierig. Der salzige Geruch des Meeres, den man spürt, wenn man sich auf den Malediven mit der Zunge die Lippen benetzt, dieser laue, sonderbar warme und weiche Wind, der den Nacken und die Haare so zart, tagein, tagaus umspielt, ist schwierig zu Hause nach zu inszenieren. Da ich aber aus den Ländern, die wir bereisen stets eine olfaktorische Erinnerung mit nach Hause bringe, schaffe ich es zumindest meine Geruchsnerven wieder in diese wunderschönen Sommertage zurückzuversetzen, just in jenem Moment, wo ich die Öllampe mit dem echten Vanille/Lemongrass-Duft angezündet habe. Einmal tief einatmen, die Augen schliessen.
Sind Sie bereit, liebe Leser, für eine sinnliche Reise in die wohlige Wärme?

Während der Wind draussen mit dem bunten Herbstlaub spielt und dessen Rauschen bis in unser Wohnzimmer hineindringt, entschwebe ich den hiesigen Gefilden – zumindest gedanklich – und mache mich auf, zurück auf die Malediven. Dabei war ich anfangs gar nicht mal so angetan von dieser Reisedestination. Mit den Malediven assoziierte ich Tauchen, Surfen, Segeln, Heiraten, Sonnenbaden. Nun, verheiratet bin ich schon, Tauchen mag ich nicht, Surfen kann ich nicht, Segeln ebenso wenig und Sonnenbaden … dafür muss ich mich ja nicht unbedingt auf die Malediven bewegen. Ausser Tourismus und Thunfisch schien mir die Inselpracht im Indischen Ozean nicht viel bieten zu können. Dachte ich zumindest. Ich durfte mich auf unserer Reise eines Besseren belehren lassen.Propeller

Unser Reiseprogramm sah zwei Stops vor: einen im W-Resort, auf Fesdu Island im nördlichen Ari Atoll, den zweiten auf Kanuhura, im Lhaviyani Atoll, welches lediglich vier Hotelanlagen beherbergt. Müde vom alltäglichen Stress und müde davon, diese Reise wieder aus den Rippen geschnitten zu haben, aber glücklich sie dieses Mal zu zweit (regelmässige Ladies-Drive-Leser erinnern sich bestimmt) erleben zu dürfen, fielen wir noch am Flughafen Zürich in die überraschend weichen Sitze der Emirates. Nach einem Stop-Over in Dubai gings nochmal drei Stunden weiter Richtung Male. Die maldivische Hauptstadt, die im Anflug aussieht wie eine vegetarische Pizza, gibt über 100’000 Menschen auf lediglich spärlichen 600 Hektaren ein Zuhause. Dicht gepackt steht hier Haus an Haus, Wohnblock an Wolkenkratzer und dies in kunterbunten Pastellfarben. Endlich steht der grosse Airbus der Emirates still und parkt vor einer hellblauen Blechbuden-Variation. Die Passagiere beginnen sich direkt nach dem Aussteigen, noch auf dem Rollfeld, von überflüssig gewordenen Pullovern, Schals, Jacken und Schuhen zu entledigen. Welch zauberhaftes Bild! Die 32 Grad Hitze schlagen einem tatsächlich wie eine Wand entgegen.
Direkt nach der Zollkontrolle führt man uns zur ruhigen und nah gelegenen W Retreat-Airport-Lounge, wo wir mutterseelenallein bei einem Kaffee und frischen Früchten bereits alle Formalitäten für den Hotel-Check-In erledigen. An der Stirnseite unserer Lounge reiht sich ein rot-weisses Wasserflugzeug an das nächste und bringt urlaubshungrige Menschen in eines der rund 100 Hotels der Malediven.
Endlich ist es auch für uns so weit. Mit rund einem Dutzend weiterer Reisewilligen besteigen wir die ältlich erscheinende Propellermaschine und drei junge Männer in blitzweissen Pilotenhemden, grünen Bermudas und mit braun gebrannten, nackten Beinen wuchten unsere Koffer in den hinteren Teil der Maschine. Es kann losgehen! Behäbig träge hebt das Wasserflugzeug langsam von der grünen Lagune in Male ab und schraubt sich in den babyblauen Himmel hinauf. Endlich wird die Schönheit dieser so unnatürlich erscheinenden Atolle in ihrer ganzen Pracht ersichtlich. Unter uns tauchen die hellblauen Fleckenteppiche, kleine süsse Smaragde auf, als wären sie just in dieser Sekunde aus dem Meer geploppt. Welch unglaublicher Blick! Nach gut 20 Minuten Flugzeit setzt unser barfüssiger Pilot zur Landung an. Mitten im azurblauen Nichts landet die Flugkiste und tuckert lautstark an eine vielleicht zehn Quadratmeter grosse Holzplattform. Man setzt uns dort aus, platziert unsere Koffer und meint, es möge sogleich ein Schnellboot kommen, welches uns zum W-Retreat führen wird. Keine dreissig Sekunden später naht es, unser Wassertaxi, das aussieht wie ein Beiboot des Traumschiffs. In der immer rötlich-violetter werdenden Abendsonne jagen wir über die Wellen.
Als wir uns dem Jetty von Fesdu Island nähern, beginnt eine kleine Delegation von vier freundlich winkenden Menschen dem Anlegesteg entgegenzugehen. „Welcome to the W, Mr. and Mrs. Triebl“, entgegnet uns Rosemary Domdom, die Presseverantwortliche des Hauses. Im nächsten Moment hält man uns zwei süsse Ananas- Drinks unter die Nase, packt uns in eines der leuchtend weissen Golfbuggys, dreht eine kleine Runde über die noch kleinere Insel und präsentiert uns dann stolz unser Zuhause für die nächsten drei Tage: eine traumhafte Wasservilla. „Wann sehen wir uns zum Essen?“, will Rosemary wissen. Am liebsten hätten wir „Jetzt!“ gerufen, hielten es dann aber doch für angebracht, uns für ein Dinner mit der PRChefin etwas zu kultivieren.
Müde und hungrig wie Wölfe betreten wir also unser neues Daheim. Die weit mit Holzstegen verzweigten Wasservillas sind 146 Quadratmeter grosse, mindestens drei Meter hohe Riesenbungalows. Als Erstes fallen uns die mächtigen Bronze-Skulpturen sowie das beleuchtete Glas-Bullauge auf, in welchem Schein man die Fischschwärme, die sich unter der Villa tummeln, beobachten kann und das vom Schlafzimmer aus! Ein mehr als grosszügiges Bad in dunkelgrünem Schiefer gehalten und eine riesige Terrasse mit Sitzecke und einem Rundbett sowie, und das raubt uns dann definitiv den Atem, einem kleinen Privatpool, welcher auf dem Boden mit LED-Leuchten so hübsch dekoriert ist, dass er aussieht, als würde sich die Milchstrasse darin spiegeln. Das war das erste Mal, als jedes Wort fehlte, welches unsere Eindrücke in diesem Moment adäquat hätte wiedergeben können. Der Himmel hatte sich mittlerweile dunkelblau gefärbt.Villa

Im Schein zahlreicher Lampions machen wir uns auf den Weg ins „Fish“, einem von drei Restaurants auf der Insel, und ich entledige mich umgehend meiner Swarovski-Sandalen, denn die Pfennigabsätze blieben leider in jedem Spalt der Holzstege stecken. Ich begreife schnell, dass ich mir ein Haufen Gepäck hätte sparen können. Ladies, Schuhe brauchen Sie auf den Malediven definitiv nicht! Barfuss gings also auf die geheimnisvoll illuminierte Terrasse des Fish, wo uns Rosemary Domdom bereits erwartete. Was danach folgte, war ein stundenlanges, amüsantes Gespräch voller lukullischer Highlights aus der maledivischen Fischküche und einem erdigen Weisswein aus Italien.

Zurück in Watervilla Nummer 207 trauen wir unseren Augen nicht, als wir den Sternenhimmel über uns betrachten. Auch unsere Heimat, das Appenzell, hat schöne Nachthimmel, aber … sassen wir hier etwa inmitten eines Gestirns? Wir kamen nicht umhin, die Baumwoll-Leintücher, Kissen und Polster unseres Indoor-Betts zu entfernen und aufs Rundbett auf der Holzterrasse zu zerren. Der Anblick des Sternenhimmels war einfach zu schön!

Um kurz vor sieben in der Früh weckten uns die ersten heissen Sonnenstrahlen und wir dislozierten in die angenehm klimatisierte Villa.

Doch es hielt uns nicht lange in den weichen Designerbetten. Die Zeit war kostbar. Schliesslich wollten wir die Insel in allen Facetten erkunden – obwohl die paar Quadratmeter (Fesdu ist lediglich 240 m x 210 m gross) eigentlich in Windeseile entdeckt gewesen wären. Ein Rundgang von unserer Wasservilla bis zum anderen Ende der Insel – dem Spa – dauerte ganze 7 Minuten. Nun gut – 10 Minuten dauerte es indessen, wenn man an einer der Versorgungsstationen Halt macht, die es hier über die ganze Insel verteilt gibt und welche mit kühlen Getränken, Eiswürfeln und diversen Eissorten zur freien Entnahme prallgefüllt sind. Apropos Spa: Kennen Sie etwas Erhabeneres, als in einem Milchschokoladen-Bad zu planschen, der Sonne beim Untergehen zuzuschaun und dabei frische Erdbeeren zu mampfen und ein Glas Champagner zu trinken? – Das Spa im „W“ bietet natürlich noch mehr Highlights an – aber das Milk-Chocolate- Bad schlägt alles bisher Gekannte. Aber mal ganz der Reihe nach und die Gedanken geordnet!

Während ich an jenem Herbstabend meine Notizen durchstöbernd, gedankenverloren an einer Mango mümmle, erinnere ich mich voller Freude an unser erstes Frühstück. Eine Mango hierzulande ist ohnehin kein Vergleich zu den Früchten auf den Malediven, wobei dort ja das meiste importiert ist. Aber frühstücken, während man die Füsse in den kühlen weissen Sand stecken kann und tausende von Sandkörnern über die Zehen kullern, das hat halt doch mehr Flair.
Das Frühstück in unserer Design-Oase „W-Retreat“ hatte einen Hauch einer veredelten Mövenpick-Küche: Zur linken Seite des Buffets türmten sich Dutzende von niedlich kleinen Kuchen, daneben süsslich duftende Hefeteig-Gebäcke sowie dänische und französische Pâtisserie-Leckereien mit Sahne, rosafarbenen Zuckergüssen, gerösteten Mandelscheibchen und Rosinen. Gut zwei Laufmeter weiter dann Früchte in Hülle und Fülle: Von gelben Thai- Mangos über riesige orange-rote Passionsfrüchte bis hin zu grün leuchtenden Kiwis gab es alles, was das Herz begehrt. Daneben frische Jogurtkreationen, Herzhaftes wie Bohnen, Eier, Würstchen, Käse und hoppla! Da entdecken wir doch tatsächlich Appenzellerkäse! So wissen wir gar nicht so recht, was wir nun zuerst auf unsere kleinen weissen Tellerchen legen wollen.
Kaum zurück an unserem Tisch unter schattigen Palmen, offeriert der japanische Chefkoch uns und allen anderen Gästen einige kleine, süsse Überraschungshäppchen. Sweet Sushi sozusagen. Wir sind ganz von den Socken! Mario, ein schlanker, junger Mann aus Sri Lanka (dessen streng katholische Grossmamma ihn mit diesem in seiner Heimat doch sehr ungewöhnlichen Namen bedachte), betreut uns an diesem Morgen und gesellt sich, wie es hier üblich ist, für ein paar Minuten zu uns an den Tisch. Wir frühstücken gemütlich, sind bereits nach dem zweiten Gang in die Küche mit kugelig gefüllten Bäuchen wieder streichfähig genug, um uns sogleich auf die ruhige Veranda unserer Wasser-Villa zu legen.
Die Privatsphäre, die man hier genissen kann, ist atemberaubend erholsam. Theoretisch – und praktisch könnte man seinen gesamten Urlaub splitterfasernackt in seiner Villa verbringen. Das hat doch was! Diese tiefe Stille im „W“ mag vielleicht auch             ilie nach einer längeren Reise. Jeder Angestellte, sogar der Gärtner, scheint stolz darauf zu sein, hier arbeiten zu dürfen – möglicherweise genau deshalb, weil den Bediensteten erlaubt ist, die Gäste zu duzen, sich mit ihnen zwanglos zu unterhalten oder sich auch mal an einen Tisch dazuzugesellen. Etikette? Gibts hier nicht, wenn auch jeder Mitarbeiter die nötige Distanz und eine unglaubliche Professionalität mitbringt. Insgesamt umsorgen 200 Angestellte, darunter 20 Gärtner und ein Meeresbiologe, die maximal 170 Gäste im „W“.
Dass die vom Star-Innenarchitekten von Shanghai Ed Pool designten Villen sowie die unzähligen Heinzelmännchen, die einem jeden Wunsch von den Augen abzulesen bereit sind, ihren Preis haben, versteht sich – auch wenn man nicht gerade die Präsidenten- Suite gebucht hat, welche unter anderem grossflächiges Panzerglas im Wohnzimmer anbietet, das sogar James Bond als Tanzparkett dienen könnte.
Aber für die „Once in a Lifetime-Experience“ ist das W-Retreat jeden Cent wert. Und egal, ob Fischcurry oder Pizza – wir haben selten so derart lecker gegessen wie hier im „W“. Der südafrikanische Küchenchef ist einfach eine Wucht!Dinner

Ich seufze im Appenzellerland. Denn ich kann mich noch gut an die besonderen Umstände erinnern, unter welchen diese Reisenotizen entstanden sind. Ich sass auf dem Holzdeck unserer Wasservilla und blinzelte in die untergehende, schillernde Sonne, hielt meine Füsse Richtung Horizont, unter mir das grün-blaue Lagunen-Meerwasser, gespickt mit Dutzenden von Zebrafischen, die an einer Koralle rumpickten, und dachte einfach nur noch: wow! So ein Ort ist für erste, zweite, dritte Honeymoons und Entspannungsurlaube genau das Richtige. Denn nichts lenkt einen hier ab – keine Partymusik (obwohl das „W“ über den einzigen Nachtclub der Malediven verfügt, welcher unter dem Meeresspiegel liegt), keine wilden Lichtorgeln, keine Designerschuhe, keine Souvenirverkäufer, keine Einkaufszentren. Vielleicht zwitschert mal ein Vogel, quiekt irgendein Tier auf einem der Palmen, in der Ferne ist ein Lachen zu hören. Ansonsten sieht man höchstens mal eine Art maledivischen Fischreiher oder grosse, träge im Abendlicht fliegende Flughunde. Das wars! Für jeden Partytiger ein Graus – für unsere gestressten Seelen ein Traum. Welche Wohltat, das Leben mal wieder einzuatmen und zu geniessen!

Mit einem guten Buch in der Hand vergeht der Tag wie im Fluge. Also freuen wir uns auf das nächste Kapitel im Buch der Superlativen: Ein Dinner im „Fire“, wo es sämtliche Variationen von Fleisch, Fisch bis hin zu vegetarischem Barbecue gab. Im flackernden Schein der Öllampen lassen wir uns nach Strich und Faden verwöhnen und in uns keimte das Gefühl, dass man so was ja wohl öfter als alle paar Jahre mal erleben können müsste. An diesem Abend legten wir uns ein letztes Mal mit dem Blick ans Himmelszelt auf „unser“ Holzdeck. Bei 28 Grad lässt es sich ja gemütlich im Freien schlafen und diese Möglichkeit wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

Das W-Retreat war „Reduced to the Max“: alles reduziert auf das Maximum an Köstlichkeiten, Annehmlichkeiten und man wähnte sich leibhaftig in einer kitschigen Postkartenlandschaft, denn nur allzu oft vermengte sich das Blau des Private Pools mit demjenigen der türkisfarbenen Lagune und diese wiederum mit der Linie des Horizontes über welcher sich ein strahlender Himmel wölbte. Mehr als einmal blinzelte ich hier, um sicherzugehen, dass alles echt ist und nicht wie bei der „Truman Show“ nur inszeniert und blau angestrichen. Der cremeweisse Strand, die quietschgrünen Palmen, die gen Himmel ragen, dazwischen pinkfarbene Blütensträuche und Bananenbäume … ich glaube als Kind hatte ich in den 70ern mal so ein Poster in meinem Kinderzimmer. Etwas surreal ist das Ganze schon, vor allem, wenn man bedenkt, dass auf vielen Inseln der Malediven, darunter auch Kanuhura und Fesdu, jeden Tag gefoggt wird, damit sich keine lästigen Moskitos ausbreiten.

Als man unsere Koffer an den Bootssteg hievt, ärgere ich mich. Denn was hätte ich mehr als Bikini, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Flipflops, eine Tunika und mein Sonnenpuder eigentlich gebraucht? Nun, frau lernt nie aus. So warten wir wehmütig am Morgen des vierten Tages in einer Strandliege auf unser Wassertaxi, welches uns ins nächste Paradies fliegen sollte: Kanuhura.Plane

Träge gleiten wir mit der Maldivian Air weitere 40 Minuten über die Lagunenlandschaft, die aus der Vogelperspektive wie hellblaue Wasserfarbenkleckse aussieht.

Hasen auf Kanuhura

Als wir dachten, wir hätten schon alles Schöne dieser maledivischen Welt gesehen, landeten wir am Steg von Kanuhura, einer Insel mit insgesamt 75 Beach- und 20 Wasservillen und den wohl breitesten und weissesten Stränden im gesamten Reich der Atolle. PR-Managerin Miki Nishida, eine süsse kleine Japanerin, die aussieht wie eine Geisha, begrüsst uns. „Grüezi wohl“ hören wir mit einem deutlich hörbaren deutschen Akzent aus dem Hintergrund. Ein rotblonder junger Mann, weiss gewandet, grinst uns an. Es ist Dominic Babel, der Marketingmanager – und der einzige und stolze Bajuware auf Kanuhura.

Wir gehen über den langen Jetty mit den süssen orangen Lampions an den Seiten, die aussehen, als wären sie dem japanischen Zeichentrickfilm „Chihiros Reise“ entsprungen, und betreten erstmals den Boden der Hotelanlage, die zu den „Leading Small Hotels of the World“ gehört. Dieser Holzsteg führt im Übrigen schnurgerade mitten durch die Insel, wird zeitweise umschlungen von einem mächtigen Palmendach und unzähligen Orchideen, die uns hier sofort als hübsche Farbtupfen ins Auge stechen, und auf der anderen Seite wieder ins Meer hinaus, wo eine der 16 Wasservillen – unser neues Zuhause – auf uns wartet.

Kanuhura ist fast schon riesig im Vergleich zum „W“. 200 Gäste finden hier Platz und werden von doppelt so vielen Angestellten umsorgt. Da zahlreiche Familien auf Kanuhura urlauben, herrscht etwas mehr Action, wobei man in den einsamen Wasservillen ebenso ungestörte Ruhe finden kann. Durch die Grösse der Insel sieht man indessen selbst bei guter Buchung tagsüber nur wenig Menschen, denn dank der grossen Angebotspalette an Aktivitäten zerstreuen sich die Reisenden nach dem Frühstück flugs in alle Himmelsrichtungen. Doch uns ist nicht nach viel Programm zu Mute. Wir frönen derweil viel lieber dem süssen Nichtstun, geniessen die unerträgliche Leichtigkeit des Seins sozusagen.

Ein Rundgang über Kanuhura dauert gut 35 Minuten – zumal sind es hier, einmal im Kreis herum, zwei Kilometer, die in der Früh auch so manchem Jogger als beliebten Strandrundkurs dienen. Beim etwas gemütlicheren und gemächlicheren Gang über die Insel hat man derweil die Chance, die verschiedensten Orchideen-Arten und die reiche Pflanzenwelt zu beäugen, die man hier kultiviert hat. Mehrere tausend Orchideen werden in verschiedenen Pflegestationen, die über die ganze Insel verteilt sind, aufgezogen, dann in leere Kokosnüsse gepflanzt und im Blühstadium an den Palmstämmen festgezurrt. Weiss, Violett, Purpur, Gelb und Grün – ihre grossen Blütenblätter leuchten zwischen dem tiefen Dschungelgrün der Palmen, Feigenbäume und Rhododendren-Arten auf Kanuhura wie kleine bunte Ampeln.Butler

Unsere Wasservilla hat diesmal zwar keinen Privatpool, dafür einen eigenen Butler, der uns jeden Morgen frische Thai-Mangos, jeden Abend einen genüsslichen Apéro serviert und zu jeder Tagesund Nachtzeit zu unserer Verfügung steht. Einmal mehr geniessen wir die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Malediver, denn hier frägt uns sogar Room-Service und Raumpfleger, ob es uns eh an nichts mangle. Wir können nur vehement verneinen und geniessen es, dass man uns – wie sagt man so schön – pampert!

Auch Kanuhura lässt einen den ach so fernen Alltag vergessen und ginge es ums Essen, wir hätten die Malediven nie mehr im Leben verlassen. Der zauberhafteste Ort auf Kanuhura ist zweifelsohne das Veli-Café, wo man uns am ersten Abend eine indisch angehauchte Leckerei nach der anderen kredenzte – und eigentlich wären wir ja schon nach dem Korb frisch gebackener Naan, den man ganz zu Beginn des Abends auf den Tisch gestellt hatte, satt gewesen. Es herrscht wahrlich eine Traumschiff-Atmosphäre, was gar nicht so weit hergeholt ist, war Kanuhura doch 2007 tatsächlich Dreh- und Angelpunkt einer Traumschiff-Sendung. Da die Lagune nur 200 Meter vom Strand entfernt zu Ende ist und die Wellen sich an den Korallen tosend brechen, lässt sich im Véli bei einem Gläschen argentinischen Rotweins wunderbar der Brandung lauschen, während man uns erzählt, dass man in der Lagune am Nachmittag einen gut 25 Meter grossen Wal gesichtet hätte. Baby-Haie, Stingrays und Fische in Hülle und Fülle hatten wir sehr wohl erspäht, nicht aber einen ganzen Wal. Auch wenns nur eine Mär war, der Geschichte des jungen Maledivers zu lauschen, war Amüsement genug.

Während man beim Schnorcheln im „W“ in die Tiefen des Ozeans hat blicken können, weil das Riff auf dessen Sockel die Hotelanlage erstellt wurde, so winzig ist, war das Vergnügen auf Kanuhura derweil leider ein eher mittelmässiges Abenteuer, denn „El Niño“ hatte vor wenigen Jahren wegen seiner warmen Ströme die so arg empfindlichen Korallen in nur wenigen Wochen zur Gänze dahingerafft. Nur zögerlich gedeihen diese nun wieder. Ungeachtet dessen zieht diese Insel die Menschen an – darunter auch viele Prominente, wie wir erfahren. Unter vorgehaltener Hand spricht man von Rockmusiker Axel Rose, der nicht in den Wasservillas schlafen wollte, sondern lieber eine der grosszügigen Beach-Villas bevorzugte, sowie einer Menge deutscher VIPs.

Dominic Babel hatte uns noch so manche Überraschung versprochen, doch was nun folgte, war tatsächlich wie im Märchen. Dominic bestellte uns am zweiten Tag auf 12:30 Uhr an den Strand des Véli-Cafés. Kaum dort angekommen, näherte sich uns ein kleines Boot. „Mr. and Mrs. Triebl? Please jump in!“ Schnell ein weisses Handtuch auf der Schnauze des Bootes ausgebreitet und wir hüpfen in die kleine Barkasse, um uns auf die winzige Nachbarinsel Jehunuhura chauffieren zu lassen, wo uns ein wahrlich königliches Picknick überraschte. Wie wir später herausfanden, hatte man sich all unsere Vorlieben notiert und so offenbarte sich ein Strand-Lunch der besonderen Art. Sushi, knuspriges Brot, leckere Nudelsalate, Sandwiches, Kuchen, Früchte, eine Flasche Rosé-Wein und diverse gekühlte Getränke sowie ein Butler verwöhnten uns, sodass wir kaum wussten, wie uns geschah. Nachdem der Butler uns sämtliche Variationen aus dem Picknick-Korb gezaubert hatte, zog dieser sich zurück und so offenbarte sich uns die Schönheit dieses so unangetastet wirkenden Inselchens, während wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen liessen. Doch plötzlich erschreckt uns im Dickicht der Büsche hinter unseren Liegen ein Gackern. Zum Vorschein kommen erst einige Dutzend Strandkrabben, gefolgt von mehreren Hühnern. Wir trauen unseren Augen nicht! Das war indes noch längst nicht die grösste Überraschung. Nach dem dritten Gläschen Wein in der Mittagssonne fürchteten wir bereits um unseren Verstand, als wir neben den krähenden Gockeln auch noch Hoppelhasen entdeckten – absolut echte, weisse, grau-schwarz gepunktete Hasen, die sich uns neugierig und bettelnd näherten. Wie uns Dominic später erzählte, hat die wohl mal ein früherer General Manager hier ausgesetzt. Was für eine Show! Und welch schöne Maserung die unzähligen Strandkrabben danach im Sand hinterliessen – es sah fast so aus, als wäre jemand mit einem Mountainbike durch die Landschaft geradelt. Dominic hatte nicht zu viel versprochen.Island Rabbit

Einmal mehr konnten wir uns keine weitere Steigerung des bisher Erlebten vorstellen. Doch es sollte noch ein weiteres Highlight folgen. Am letzten Abend lud man uns erneut zum Gala-Dinner ins Véli-Café. Doch anstatt uns an einen der ohnehin zauberhaften Tische unter den venezianisch anmutenden Lampen zu setzen, führte man uns einige Schritte weg von den übrigen Gästen, hinaus auf den Strand, wo ein kleiner, weiss gedeckter Tisch auf uns wartete, der von orangenfarbenen Lampen und Kerzen umgeben war. Wir brachten nicht mal mehr ein „wow“ über unsere Lippen. An diesem so denkwürdigen Abend haben wir uns derart viele Leckereien einverleibt, dass wir den fast 1 km langen Heimweg kaum mehr unter die Füsse nehmen konnten.

Kanuhura imponierte uns – auf eine ganz andere Weise wie das „W“. Während das „W“ stylish distinguiert wirkte, für Menschen geeignet, die sich gerne zurückziehen und sich selbst genug sind, war Kanuhura eher eine aussergewöhnliche Familieninsel, welche Exklusives anbot, wenn man es sich wünschte, und sei es ein gemütliches Bett am weissen, breiten Sandstrand.

Nun, in wenigen Stunden sollte unser Traum wieder zu enden beginnen. Was für ein Elend! Als wir am letzten Morgen die Freiluft-Dusche in unserer Wasservilla anwerfen und der kalte Wasserstrahl aus dem Maul eines kupfernen Fisches auf uns einprasselt, wende ich ein letztes Mal meinen Blick an den Sternenhimmel, der noch schlummernden Nacht. Das liess uns beinahe etwas devot werden. Was für eine Zeit! Was für eine Reise! Und wie wertvoll die Erholung, die wir an diesem Einod geniessen durften. Noch einmal atme ich tief ein und geniesse diese reine, salzgetränkte Luft der Malediven.

Ich klappe mein schwarzes Notizbuch zu und lande wieder auf dem harten Boden der Realität, als hätte mich mein kleiner Tagtraum eben wieder ausgespuckt. Das Schnuppern an der wohlig riechenden Öllampe vermag etwas darüber hinwegzuhelfen. Noch nie hatte ich meinen Blackberry mit derart wenig schlechtem Gewissen in den Safe gelegt und den Code vergessen. Die Malediven waren für uns bester Seelenbalsam.

Hmmm. Mittlerweile ist Herbst da draussen und schon bald wird der Winter da sein – das kann schnell gehen in unseren Breitengraden. Tse, was solls! Die Erinnerungen an diese wunderbare Reise werden noch lange Zeit wach bleiben, auch wenn die zarteste Mango und die leckerste Kiwi in der Schweiz die Süsse des Lebens auf den Malediven nicht mal in den Ansätzen wiederzugeben vermögen.

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„Was machte die Ladies Drive Herausgeberin Sandra Stella Triebl, während ihr Mann und Ladies Drive Geschäftsführer, Sebastian Triebl auf Fregat Island die Aldabra Schildkröten streicheln durfte?“

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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One Comment

  1. Brandenberger Doris

    ich freue mich riesig, wenn ich gewinne!

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