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08 BG Zuerich Vol20_MM0_8931WHAT WOMEN WANT

In der gemütlichen Atmosphäre des Jazzclubs Moods in Zürich konnten wir im Rahmen unseres 20. Bargesprächs ein wahres Diskussions-Feuerwerk entzünden. „What Women Want“, fragten wir uns und erhielten eine Menge Einblicke in die Unterschiede in der Wahrnehmung von Karriere, Erfolg, Statussymbolen sowie der Ausübung von Macht zwischen den Geschlechtern.

Allianz Suisse-Verwaltungsrätin und CEO von Diamondscull, Carole Ackermann, plauderte erstaunlich offen aus dem Nähkästchen und verriet, welche Strategien ihren Argumenten in einem Verwaltungsratsgremium zum Durchbruch verholfen haben – und welche Statussymbole (wie einen Sportwagen beispielsweise) sie wieder ablegte, weil man sich als Frau nicht alles leisten kann, was sich ein männlicher Topmanager rausnehmen kann.

Thomas Sabo Schweiz Managing Director Peter Dübner gab uns augenzwinkernd Einblick in Männergespräche: „Ich kenne einige Männer, die zwar öffentlich stets politisch korrekt agieren, aber beim Feierabendbier die konsequent gelebte Emanzipation nur schwer akzeptieren können.“
In der weiteren Diskussion rund ums Thema, was Frauen von Männern lernen können, ist Peter Dübner genauso ehrlich: „Männer schütteln Niederlagen, glaube ich, schneller ab. Niederlagen passieren und man richtet – auch aus Gründen des Selbstschutzes – den Blick wieder nach vorn.“

Schon mit den ersten Sätzen verzauberte und überraschte unser Podiumsgast Bea Knecht, Gründerin von Web-TV Anbieter Zattoo, die 300 Gäste im Saal: Die aparte Persönlichkeit wurde als Beat geboren. Und wahrhaftig ist sie als „transgender person“ die Einzige im Saal, die tatsächlich den „unconscious bias“ beurteilen kann – steckte sie doch einen Teil ihres Lebens im Körper eines Mannes und nun in dem einer Frau. Doch es gab auch andere ganz augenscheinliche Dinge, die sich für sie verändert haben: „Was sich ändert als Frau? – Hm. Man hilft mir plötzlich in den Mantel. Öffnet mir Türen und solche Sachen“, sinnierte Bea schmunzelnd. „Was mir als Mann allerdings nie passiert ist: dass sich jemand in einer Warteschlange einfach vor dich stellt. Das braucht allerdings bei mir keiner zu versuchen. Da weiss ich mich gut zu wehren.“

Tacheles redete nicht zuletzt auch der Managing Director von Limic Personality, Oliver Damm. „Schauen Sie sich doch mal das Affentheater an, welches Männer auf Managementebene allzu oft aufführen. Das hat häufig nichts mehr mit Sachgeschäften zu tun – sondern damit, wer die Oberhand behält. So sind viele Männer.“ Und wir erfuhren auch, dass „sich das Gehirn von Mann und Frau in den letzten 20’000 Jahren nicht verändert hat“. Das erklärt wahrlich Vieles.

Wir danken hier unseren Hauptsponsoren sowie den Location Partnern Lillet, Evian-Volvic Suisse und Corner Card (Lady Card) sowie Thomas Sabo für das Sponsoring des Goodie Bags.

 


Text: Angie Eichler
Fotos: Markus Mallaun