Die Situation ist bekannt: Ihr Projekt ist in einer heiklen Phase und Sie kämpfen um die Weiterführung. Deshalb arbeiten Sie Tag und Nacht, denken jede Minute über eine mögliche Lösung nach. Gerade jetzt bräuchten Sie den Support Ihres Teams. Doch was passiert? Sie ernten komische Blicke, werden kaum noch um Rat gefragt, fühlen sich allein. Sie fragen sich, ob Sie die einzige sind, die die Situation ernst nimmt, regen sich auf. Dann kommt der Eklat: erste Key Players kündigen, in der Sitzung stellt das Team kritische Fragen und Ihr Chef sucht das Gespräch. Wie hätten Sie das vermeiden können? – Einige Anregungen:

Transparenz schaffen statt einigeln
Unter Druck beginnen Sie, immer weniger Zeit für die Kommunikation einzusetzen. Sie gehen davon aus, dass das Team Verständnis dafür hat, dass Sie Ihre Zeit gezielt für das Projekt einsetzen. Ausserdem erwarten Sie, dass das Team selbständig genug ist, um zu wissen, was zu tun ist. Doch das stimmt nicht: gerade in Zeiten der Unsicherheit steigt der Bedarf an Information, sprich: Ihr Team braucht mehr Transparenz denn je, einigeln ist der falsche Reflex.

Agieren statt reagieren
Da Sie sichtbar unter Druck sind, traut sich Ihr Team nicht mehr, auf Sie zuzugehen. Doch untereinander diskutiert das Team die erahnten Schwierigkeiten. Gerüchte entstehen. Wenn die Unsicherheit zu gross wird und die kritischen Fragen kommen, können Sie nur noch reagieren. Damit sind Sie automatisch in der Defensive. Besser wäre es, pro-aktiv zu kommunizieren, sprich: Themen auf den Tisch zu bringen, bevor sie zum Problem werden.

Zuhören statt rechthaben
Falls sich doch jemand wagt, Sie auf das Projekt, die Unsicherheiten im Team, die mangelnde Kommunikation anzusprechen, gehen Sie schnell in Verteidigungshaltung. Und da Sie besser informiert sind als irgendwer sonst, kann man Ihnen auch kaum widersprechen. Um Probleme im Team und Kommunikationsbedarf frühzeitig zu erkennen, sollten Sie diesen Reflex abstellen, sprich: zuhören, rückfragen, Informationen sammeln – und dann die richtigen Schritte planen.

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Prof. Dr. Petra Joerg, CEO
Rochester-Bern Executive Programs
www.rochester-bern.ch


Text: Prof. Dr. Petra Joerg
Bild oben: MBA Rochester
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