Gerry McGovern, seines Zeichens englischer Gentlemen durch und durch und Chefdesigner bei Land Rover, ist sichtlich nervös als er vor die Medien tritt, um sein neustes Werk, den „Velar“ erstmals zu präsentieren.
„The Range Rover Velar changes everything“, so McGovern an sogenannten „statischen“ Weltpremiere in London Anfang März.

Und nicht ohne Grund fand die Premiere im London Design Museum statt, denn der Velar ist selbst ein Designobjekt, welches insbesondere mit dem Faktor Begehrlichkeit auftrumpfen will:  „We don’t need all this luxury goods – but we desire them!“ so McGovern augenzwinkernd. „The Velar is simple. Clean. Sophisticated. Emotional. It’s a masterpiece.“ – Der Chefdesigner gerät ins Schwärmen und verrät auch einiges über den Kreationsprozess, bei dem übrigens insgesamt über 15’000 Menschen involviert waren: „Challenging the art of the (im)possible. That was our mission“.
In seiner Vision war der Velar ein Auto in bestechender Einfachheit – was bei weitem nicht heisst, dass es deshalb simpel wäre, es zu erschaffen. „This car was an epic challenge for a chief designer“ gibt er ergriffen zu.

Denn was man wollte war dies: Ein Auto, welches dem Zeitgeist entspricht.
Unisex.
Visionär.
Futuristisch.
Reduziert.
Puristisch.
Avantgardistisch.
Voller Klarheit in Zeiten des Wandels, der Schnelligkeit und wo kein Stein mehr auf dem anderen bleibt.
Emotional. Denn ist es nicht das Herz, welches uns stets bewegt?
Zudem setzt man auf einen urban orientierten, modernen Lifestyle, wobei Werte wie Umweltbewusstsein nicht ausser Acht gelassen werden.

Auch hier will der Velar punkten: Etwa mit dem Einsatz rezyklierten Materialien – Stoffe, die aus PET-Flaschen gewonnen wurden.
Auffallen will der Velar indes mit seinem matten Satin-Lack – dem Topping für den außergewöhnlichen Finish – was die Linien- und Formensprache des Velar übrigens noch elegant hervorzuheben vermag. O
der aber mit einem High-Tech-Touchscreen für die Techies unter den Autofäns oder mit Neuerungen wie Türgriffen, die bei Nicht-Gebrauch wie von Geisterhand verschwinden und sich in die Karosserie verziehen. Gerade dies verleiht dem Velar insgesamt den perfekten Look – und sein Design ergiesst sich fliessend bis in die letzte Pore.

„People will dream about this car and want to have it“ is McGovern überzeugt. Ausgiebige Befragungen mit Kunden in China, Europa und den USA, die der Autohersteller vorab durchgeführt hat, geben ihm Recht. Alle Zeichen zeigen derzeit auf Erfolg.
Übrigens haben eine ganze Reihe von Frauen massgeblich bei der Geburt des Velar mitgeholfen, sei es als Akustikerin oder im Bereich „Color & Trim“, Farben und Innenausstattung.

Von der Grösse her ist der Velar übrigens ein Midsize-SUV, also etwas zwischen dem sportlichen LIfestyler Evoque und dem mächtigeren Range Rover Sport. Und bevor wir Design-Fashionistas von Ladies Drive das vergessen: Ja klar – der Velar sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch Anhängern von automobilen Schlammschlachten, Offroads-Freaks und Hügelfahrern nur das Beste aus dem Hause Land Rover an. What else!

Preislich gibt es den Neuen übrigens ab CHF 63’500.00 – das ist unmerklich mehr als ein top ausgestatteter VW GTI. Und zu haben gibt es ihn ab Sommer 2017. Is ja schon bald 😉


Text: Sandra-Stella Triebl
Fotos: Sandra-Stella Triebl & Jaguar