1. Die neuen Alten sind gefährlich – und verprassen auch mal gern ihr ganzes Geld.
2. Was wir künftig wirklich brauchen sind Soft Skills. Der Rest macht AI.
3. Was des einen einen Abfall ist, stellt für den anderen eine handelbare Resource dar.
4. Und: jeder kennt Blockchain, jeder kennt Bitcoin – aber kaum jemand traut sich zu, die Technologie dahinter leicht verständlich erklären zu können.

Dies nur vier von unzähligen Erkenntnisgewinnen an diesem Tag.

Wir müssen nicht hoffen, dass die eine oder andere Innovation in Zukunft von Frauen vorangetrieben wird – nein. Es ist keine Hoffnung. Wir haben längst Gewissheit. Spätestens seit unserem Female Innovation Forum 2018, welches Ende Juni in Dielsdorf vor 220 Gästen im BWM Group Brand Experience Center zum ersten Mal durchgeführt wurde und eine Plattform für weibliche Innovatoren sämtlicher Industrien und jedweder Couleur war.

Nach fünf einleitenden und inspirierenden Vorträgen zu den Themenbereichen Blockchain, Globalisierung&Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Social Entrepreneurs sowie Revolution des Alters, durften sich sämtliche Gäste dem Motto des Tages widmen: Making Ideas Bigger Better Faster Together!

In fünf Workshops zu eben diesen Themen versuchten wir gemeinsam die grössten Herausforderungen unserer Jungunternehmerinnen zu challengen – und im Blockchain Workshop wollte sogar eine neue Business-Idee kreiert werden!
Ach, was waren wir aufgeregt, ob unsere Vision des FIF funktioniert – und Früchte tragen kann. Und siehe da: Wir hatten als Organisatoren des Anlasses redlich Mühe, die angeregten Diskussionen nach 60 Minuten wieder zu unterbrechen.

Unsere Jungunternehmerinnen, deren Herausforderungen wir in den Workshops gemeinsam diskutierten, schienen mehr als beseelt von der Offenheit unserer FIF-Gäste, die ihnen bei ihren grössten Challenges zur Seite stehen und all das Wissen weiter reichen, welches sie sich angereichert hatten. Und im Blockchain Workshop entstand tatsächlich eine neue, sehr disruptive Business-Idee (die wir Ihnen gern in einem Folge-Post näher präsentieren wollen).

Der Nachmittag war so wie wir erhofft haben: Wir teilten unser Wissen, bekräftigten junge Frauen in ihrer unternehmerischen Vision und schafften dadurch neue, tragfähige Beziehungen untereinander. Nachdem die grösste Clean Tech-Investorin Europas und Nordamerikas, Gina Domanig, mit uns die sieben grössten Learnings ihrer Investoren-Laufbahn teilte, stieg der Pulsschlag der nominierten Jungunternehmerinnen bei unserer Awardverleihung.

Der Female Innovator of the Year

Die fast vollzählig am Event anwesende 21-köpfige Jury präsentierte folglich ihren „Innovator of the Year“: Dr. Nadja Mrosek mit ihrem Unternehmen Glycemicon! Und die Auszeichnung für ihre Verdienste im Sinne eines Recognition Awards ging schliesslich an die überraschte Melanie Kovacs von „master21“.

Die Schweizer Künstlerin Gabriela Brunner hatte uns übrigens eigens für unser FIF einen exklusive Award-Skulptur kreiert! Doch es gab nicht nur diese grossartige Skulptur – sondern auch jede Menge Sachpreise: Für Melanie ein persönliches Coaching von EY-CEO Marcel Stalder – und Nadja durfte sich nicht nur über einen 1000-Franken-Gutschein von PKZ freuen, sondern auch über das Coaching der gesamten Jury – darunter auch IKEA-CEO Simona Scarpaleggia, Venture Capitalist Gina Domanig oder Business Angel Dr. Carole Ackermann sowie CNN Money-Chefredaktor Urs Gredig! Sie alle stehen unserer Innovatorin des Jahres nun mit Rat und Tat zur Seite. Etwas, das man sich mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Ganz abgesehen davon, durften beide Gewinnerinnen von unserem Sponsor Credit Suisse einen Gutschein für Digital Shares im Wert von 5’000 – 10’000 Franken entgegen nehmen.

So ging auch für mich ein ganz aussergewöhnlicher Tag zur Neige und ein Event, den wir gemeinsam mit unseren Sponsoren vor knapp einen Jahr auf den Weg gebracht haben.

Fazit?

Ich muss mehr essen während Events. Damit ich es bis in den letzten Moment geniessen kann.
Denn es umwerfend zu spüren, wie energetisierend die Stimmung war, wie grossartig diese Sisterhood sich entfaltet – ohne ausgrenzend zu sein. Denn auch die mutigen Gentlemen in unserer Runde schienen sich durchaus wohl zu fühlen.

Ich bin unendlich dankbar, dass mir die Sponsoren – allen voran Stéphanie Borge von BMW, Helena Trachsel, Leiterin Gleichstellungsbüro des Kantons Zürich sowie Anita Martinecz Féher – Stv. Leiterin Standortmarketing des Kantons Zürich, ihr Vertrauen geschenkt haben, dieses Format „Female Innovation Forum“ mit Leben und Sinn zu füllen, denn sie haben sich durchaus auf einen wagemutigen Versuch mit mir eingelassen, solch ein neues und mutiges Format mit mir zu lancieren.

Und Fazit 2.0.?

Wir wurden von einigen der nominierten Jungunternehmerinnen gefragt, weshalb es bei diesem Award keinen Geldpreis gäbe – wie bei Awards für Männern.
Die Jury, meine Co-Präsidentin Dr. Carole Ackermann und ich haben uns zu diesem Punkt viele Gedanken gemacht. Und wir sind der Ansicht, dass ein Entrepreneur selbst für die Finanzierung seiner Idee sorgen muss. Was wir, die wir Dutzende, Hunderte – bei Gina Domanig wage ich sogar zu sagen Tausende – von Business Cases sehen, bilanzieren ist indes: Es geht beim Unternehmertum nicht darum einfach nur Geld zu akquirieren. Denn eine gute Idee ist eine gute Idee ist eine gute Idee! – Und wer beständig an dieser arbeitet und sich nicht beim ersten Gegenwind von der Piste blasen lässt, wird erfolgreich sein – was immer dies für den Einzelnen auch bedeuten möge. Es geht im jungen Unternehmertum vielmehr darum, Vertrauen aufzubauen. Langfristige Beziehungen zu knüpfen. Einen Mehrwert für Viele zu schaffen – nicht nur für einen selbst. Und Ambassadoren für seine Ideen zu erarbeiten, die Türen öffnen und einen weiter tragen können. Und wenn ich unsere 21-köpfige Jury anschaue kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass jeder von ihnen unseren Gewinnerinnen ungeahnte Türen zu öffnen bereit ist. Auch das ist eine Form von Sisterhood. Wir reden nicht über Unterstützung – sondern tun es einfach.

Es ist etwas, das wahrlich mit keinem Geld der Welt zu erkaufen ist. Und wir vereinen einen schier ungeballte Ladung an Wissen und Erfahrung, die für jede Jungunternehmerin und jeden Jungunternehmer schlicht Gold Wert sein sollte.

Und wie geht es nun weiter?

Wir hoffen in Bälde gemeinsam mit unseren Partnern Impact Hub und digitalswitzerland einen Follow-up Event im Herbst ausschreiben zu können. Damit wir hören, wie es unseren Award-Gewinnerinnen ergangen ist und was der Award für sie bewirkte – aber natürlich auch, um die zahlreichen Ideen, die am Nachmittag den Jungunternehmerinnen zu Teil wurden, weiterverfolgen zu können.

To be continued…!

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Ein paar Stimmen zum 1. Female Innovation Forum 2018:

Dr. Susanne Dröscher (Jungunternehmerin, Teilnehmerin Workshops, Nominierte): „Wir haben so derartig viele grossartige Inputs erhalten – in den nächsten Tagen geht es nun erst mal darum, alles zu sichten, durchzugehen und dann mit den Inputs den nächsten Schritt zu machen.“

Kamales Lardi (Speaker, Consultant, Unternehmerin): „Die Frauen waren so unglaublich engagiert – und es war grosses Kino zu sehen, wie dankbar die Jungunternehmerinnen mit unseren Anregungen umgingen.“

Dr. Nadja Mrosek (Jungunternehmerin, Gewinnerin Innovator of the Year): „Ich hätte nie gedacht, dass ich gewinne und die Jury mir so viel Vertrauen entgegenbringt und an mich und unsere Idee glaubt.“

Melanie Kovacs (Jungunternehmerin, Gewinnerin Recognition Award): „Unternehmerin zu sein ist nicht immer einfach. Die Anerkennung dieses Recognition Awards der Jury tut unglaublich gut!“

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Ladies Drive dankt:

unseren Speakern Irra Ariella Khi (co-founder vchain London), Dr.Monique R.Siegel (Gründerin ThinkTank FEMALE SHIFT und Wirtschaftsethikerin), der Head of Export Promotion von Switzerland Global Enterprise, Martina Gmür sowie dem Global Client Director von Microsoft, Caroline Prenn und dem Social Entrepreneur und Partner bei WITENA, Andrea Isler.

unseren Workshop-Leitern Pia Uthmann (Partner emediately), Nina Reinhart (SICTIC), Monique Morrow (The Humanized Internet), Martin A. Schweighauser (Management Advisory Service), Silvia Signoretti (Head of CRO Office Zurich Insurance)

und unseren Accelerators Maria Micu (Zurich Investment Management), Marina Tränkel (Global Head of Advertising Hugo Boss), Uta-Maria Ohndorf (CEO Roche Diagnostics in Wien), Kamales Lardi (Ladi & Partner), Prof. Margarete Jarchow (TU Hamburg) sowie Prof. Mariana Christen Jakob (CEO und Gründerin seif).

Unseren Jungunternehmerinnen, die wir in den Workshops challengen durften: Dr. Susanne Dröscher (CARU), Linda Grieder (Rethink Resource), Andy Kobelt (F ECTIVE), Caroline Hirt (REAL TRUE),

sowie unseren Sponsoren: BMW, Kanton Zürich, Schlossberg, Credit Suisse, GAMMACATERING, Baur au Lac Vins, digitalswitzerland, Swisscom, EY, PKZ, Ambiente Rapperwil und USM,

den Unterstützern Impact Hub, SICTIC, Business Angels Schweiz, Advance Women in Swiss Business, LeadersBridge, SWONET, Get Diversity, The League of Leading Ladies und vielen mehr….

…und meinen inspirierenden Partnern Dr. Teresa Valerie Mandl (Head T.V.T. swissconsult) und Andrea Luder (Founder emediately) sowie meiner Jury-Co-Präsidentin Dr. Carole Ackermann (CEO Diamondscull).


Film & Fotos: Markus Mallaun
Technik: Dirk Berger
Text & Event Kreation: Sandra-Stella Triebl & Sebastian Triebl